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vor­wer­fen

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: vor|wer|fen

Bedeutungsübersicht

  1. nach vorn werfen
  2. vor jemanden, etwas (besonders ein Tier) hinwerfen
  3. jemandem sein Verhalten, seine Handlungsweise heftig tadelnd vor Augen führen
  4. jemandem etwas zur Last legen, jemandem die Schuld an etwas geben

Synonyme zu vorwerfen

ankreiden, anlasten, auszusetzen haben, beanstanden, sich beklagen, beschuldigen, bezichtigen, die Schuld geben, einen Tadel/Verweis erteilen, kritisieren, missbilligen, monieren, rügen, tadeln, Vorwürfe machen, zurechtweisen, zur Last legen; (schweizerisch) die Kappe waschen; (gehoben) schelten, verweisen; (abwertend) beckmessern, [be]kritteln, mäkeln, nörgeln; (umgangssprachlich abwertend) meckern; (veraltend) schmälen; (besonders Rechtssprache) haftbar machen

Aussprache

Betonung: vorwerfen🔉

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich werfe vorich werfe vor 
 du wirfst vordu werfest vor wirf vor!
 er/sie/es wirft vorer/sie/es werfe vor 
Pluralwir werfen vorwir werfen vor 
 ihr werft vorihr werfet vor 
 sie werfen vorsie werfen vor 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich warf vorich würfe vor
 du warfst vordu würfest vor, würfst vor
 er/sie/es warf vorer/sie/es würfe vor
Pluralwir warfen vorwir würfen vor
 ihr warft vorihr würfet vor, würft vor
 sie warfen vorsie würfen vor
Partizip I vorwerfend
Partizip II vorgeworfen
Infinitiv mit zu vorzuwerfen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. nach vorn werfen

    Herkunft

    mittelhochdeutsch vürwerfen, althochdeutsch furiwerfan

    Beispiele

    • den Ball weit vorwerfen
    • den Kopf, die Beine vorwerfen
    • (Militär) neue Truppen vorwerfen (ins Kampfgebiet schicken)
  2. vor jemanden, etwas (besonders ein Tier) hinwerfen

    Herkunft

    mittelhochdeutsch vürwerfen, althochdeutsch furiwerfan

    Beispiele

    • den Tieren Futter vorwerfen
    • jemanden, etwas den Löwen [zum Fraß] vorwerfen
  3. jemandem sein Verhalten, seine Handlungsweise heftig tadelnd vor Augen führen

    Beispiele

    • jemandem Unfähigkeit, Unsachlichkeit vorwerfen
    • er warf ihr vor, sie habe ihn betrogen
    • ich habe mir in dieser Sache nichts vorzuwerfen (habe mich richtig verhalten)
    • sie haben sich [gegenseitig]/(gehoben:) einander nichts vorzuwerfen (der eine ist nicht besser als der andere)
  4. jemandem etwas zur Last legen, jemandem die Schuld an etwas geben

    Beispiele

    • jemandem Fahrerflucht vorwerfen
    • dem Angeklagten wird vorgeworfen (er wird beschuldigt), einen Mord begangen zu haben

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