vor­wer­fen

Wortart:
starkes Verb
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉vorwerfen

Rechtschreibung

Worttrennung
vor|wer|fen

Bedeutungen (4)

  1. nach vorn werfen
    Herkunft
    mittelhochdeutsch vürwerfen, althochdeutsch furiwerfan
    Beispiele
    • den Ball weit vorwerfen
    • den Kopf, die Beine vorwerfen
    • (Militär) neue Truppen vorwerfen (ins Kampfgebiet schicken)
  2. vor jemanden, etwas (besonders ein Tier) hinwerfen
    Herkunft
    mittelhochdeutsch vürwerfen, althochdeutsch furiwerfan
    Beispiele
    • den Tieren Futter vorwerfen
    • jemanden, etwas den Löwen [zum Fraß] vorwerfen
  3. jemandem sein Verhalten, seine Handlungsweise heftig tadelnd vor Augen führen
    Beispiele
    • jemandem Unfähigkeit, Unsachlichkeit vorwerfen
    • er warf ihr vor, sie habe ihn betrogen
    • ich habe mir in dieser Sache nichts vorzuwerfen (habe mich richtig verhalten)
    • sie haben sich [gegenseitig]/(gehoben:) einander nichts vorzuwerfen (der eine ist nicht besser als der andere)
  4. jemandem etwas zur Last legen, jemandem die Schuld an etwas geben
    Beispiele
    • jemandem Fahrerflucht vorwerfen
    • dem Angeklagten wird vorgeworfen (er wird beschuldigt), einen Mord begangen zu haben

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „hat“

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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vorwerfen
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