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ver­drän­gen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: ver|drän|gen

Bedeutungsübersicht

  1. jemanden von seinem Platz drängen, wegdrängen, um ihn selbst einzunehmen
  2. (Psychologie) bedrängende Erlebnisse, Vorstellungen, Bedürfnisse o. Ä. unbewusst aus dem Bewusstsein verbannen; einen Bewusstseinsinhalt, der sich psychisch nicht verarbeiten lässt, unterdrücken

Synonyme zu verdrängen

Aussprache

Betonung: verdrạ̈ngen
Lautschrift: [fɛɐ̯ˈdrɛŋən] 🔉

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich verdrängeich verdränge 
 du verdrängstdu verdrängest verdräng, verdränge!
 er/sie/es verdrängter/sie/es verdränge 
Pluralwir verdrängenwir verdrängen 
 ihr verdrängtihr verdränget 
 sie verdrängensie verdrängen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich verdrängteich verdrängte
 du verdrängtestdu verdrängtest
 er/sie/es verdrängteer/sie/es verdrängte
Pluralwir verdrängtenwir verdrängten
 ihr verdrängtetihr verdrängtet
 sie verdrängtensie verdrängten
Partizip I verdrängend
Partizip II verdrängt
Infinitiv mit zu zu verdrängen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. jemanden von seinem Platz drängen, wegdrängen, um ihn selbst einzunehmen

    Beispiele

    • jemanden [von seinem Platz] verdrängen
    • sich nicht verdrängen lassen
    • <in übertragener Bedeutung>: jemanden aus seiner Stellung, Position verdrängen
    • <in übertragener Bedeutung>: Kunststoffe haben das Holz weitgehend verdrängt
  2. bedrängende Erlebnisse, Vorstellungen, Bedürfnisse o. Ä. unbewusst aus dem Bewusstsein verbannen; einen Bewusstseinsinhalt, der sich psychisch nicht verarbeiten lässt, unterdrücken

    Gebrauch

    Psychologie

    Beispiele

    • einen Gedanken, Wunsch, ein Schuldgefühl verdrängen
    • verdrängte Obsessionen

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