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Schnei­der, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Schnei|der

Bedeutungsübersicht

  1. Handwerker, der (aus Stoffen nach Maß) Kleidung anfertigt, näht (Berufsbezeichnung)
  2. (Skat) das Erreichen der Punktzahl 30 (als Verlierer)
  3. (Tischtennis veraltet) (in einem Satz) das Erreichen von 11 Punkten (als Verlierer) (in nicht offizieller Wertung)
  4. (umgangssprachlich) . Kurzform für: Schneidegerät
  5. (Jägersprache) (in Bezug auf Hirsche, auch Auerhähne und Birkhähne) schwach entwickeltes Tier
  6. (Jägersprache) Jäger, der auf der Treibjagd ohne Beute geblieben ist
  7. (Landwirtschaft) kastrierter Eber
    1. langbeiniges Insekt (z. B. Wasserläufer, Libelle, Schnake)
    2. Weberknecht
  8. kleiner Karpfenfisch mit bräunlich grünem Rücken und gelblichen Bauch- und Brustflossen

Aussprache

Betonung: Schneider
Lautschrift: [ˈʃnaɪ̯dɐ]
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Herkunft

mittelhochdeutsch snīdære

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Schneiderdie Schneider
Genitivdes Schneidersder Schneider
Dativdem Schneiderden Schneidern
Akkusativden Schneiderdie Schneider
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Handwerker, der (aus Stoffen nach Maß) Kleidung anfertigt, näht (Berufsbezeichnung)

    Beispiele

    • ein guter, teurer Schneider
    • er ist [gelernter] Schneider
    • etwas beim/vom Schneider arbeiten, machen, anfertigen, ändern, reparieren, nähen lassen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • frieren wie ein Schneider (umgangssprachlich: sehr frieren; der Schneider wurde früher wegen seines oft geringen Körpergewichts für schwächlich, nicht genügend abgehärtet angesehen)
    • herein, wenns kein Schneider ist! (scherzhaft: Aufforderung einzutreten; wohl hergenommen von der Vorstellung des seine Rechnungen eintreibenden Schneiders)
  2. das Erreichen der Punktzahl 30 (als Verlierer)

    Herkunft

    früher spottete man, ein Schneider wiege nicht mehr als 30 Lot (Anspielung auf die sozial schlechte Stellung der Schneider)

    Gebrauch

    Skat

    Beispiele

    • Schneider ansagen (ankündigen, dass der Spielgegner keine 30 Punkte bekommen wird)
    • Schneider/im Schneider sein (weniger als 30 Punkte haben)
    • aus dem Schneider sein (mehr als 30 Punkte erreicht haben)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    aus dem Schneider sein (umgangssprachlich: 1. eine schwierige Situation überwunden, das Schlimmste überstanden haben. 1. umgangssprachlich; eine schwierige Situation überwunden, das Schlimmste überstanden haben. 2. umgangssprachlich scherzhaft, selten; über dreißig Jahre alt sein.)
  3. (in einem Satz) das Erreichen von 11 Punkten (als Verlierer) (in nicht offizieller Wertung)

    Gebrauch

    Tischtennis veraltet

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    jemanden Schneider spielen/machen (verhindern, dass der Gegner mehr als 11 Punkte erreicht)
  4. Gebrauch

    umgangssprachlich

    Kurzform für:

    Schneidegerät

    Beispiel

    ein Schneider für gekochte Eier, Tomaten
  5. (in Bezug auf Hirsche, auch Auerhähne und Birkhähne) schwach entwickeltes Tier

    Gebrauch

    Jägersprache
  6. Jäger, der auf der Treibjagd ohne Beute geblieben ist

    Gebrauch

    Jägersprache
  7. kastrierter Eber

    Gebrauch

    Landwirtschaft
    1. langbeiniges Insekt (z. B. Wasserläufer, Libelle, Schnake)

      Herkunft

      nach den dünnen, langen Beinen
    2. Weberknecht

      Herkunft

      nach den dünnen, langen Beinen
  8. kleiner Karpfenfisch mit bräunlich grünem Rücken und gelblichen Bauch- und Brustflossen

    Herkunft

    nach der kleinen Gestalt

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