ver­sor­gen

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉versorgen

Rechtschreibung

Worttrennung
ver|sor|gen

Bedeutungen (3)

    1. jemandem etwas, was er [dringend] braucht, woran es ihm fehlt, geben, zukommen lassen
      Beispiele
      • jemanden mit Geld, Medikamenten, Informationen versorgen
      • ich muss mich noch mit Lesestoff versorgen (muss ihn mir besorgen)
      • eine Stadt mit Strom, Gas versorgen
      • die Gemeinde versorgt sich mit Wasser aus dem See
      • Berlin musste während der Blockade aus der Luft, auf dem Luftwege versorgt werden
      • [als Entgegnung auf ein Angebot] ich bin noch versorgt (ich habe noch genug davon)
      • die Pferde versorgen (ihnen zu fressen und zu trinken geben)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 das Gehirn ist nicht ausreichend mit Blut versorgt
    2. für jemandes Unterhalt sorgen; ernähren (2a)
      Beispiele
      • er hat eine Familie zu versorgen
      • unsere Kinder sind alle versorgt (haben ihr Auskommen)
    3. jemandem den Haushalt führen
      Beispiel
      • eine Haushälterin versorgt ihn
    4. jemandem, einer Sache die erforderliche Behandlung zuteilwerden lassen, medizinische Hilfe zukommen lassen
      Beispiel
      • Kranke, Verwundete, eine Wunde versorgen
  1. sich [als Verantwortlicher] um etwas kümmern, sich einer Sache annehmen
    Beispiele
    • der Hausmeister versorgt die Heizung, den Aufzug
    • sie versorgt [ihm] den Haushalt
    1. verwahren, verstauen, unterbringen
      Gebrauch
      schweizerisch, westösterreichisch, sonst veraltend
      Beispiel
      • seine Brille in der Tasche versorgen
    2. (in einer Anstalt) unterbringen, einsperren
      Gebrauch
      schweizerisch, westösterreichisch, sonst veraltend

Herkunft

mittelhochdeutsch versorgen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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versorgen
gut
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