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ret­ten

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: ret|ten

Bedeutungsübersicht

  1. aus einer Gefahr, einer bedrohlichen Situation befreien und dadurch vor Tod, Untergang, Verlust, Schaden o. Ä. bewahren
  2. in Sicherheit bringen; aus einem Gefahrenbereich wegschaffen
  3. (Mannschaftsspiele) ein gegnerisches Tor o. Ä. im letzten Moment verhindern

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu retten

Aussprache

Betonung: rẹtten🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch retten, althochdeutsch (h)retten, Herkunft ungeklärt

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich retteich rette 
 du rettestdu rettest rett, rette!
 er/sie/es retteter/sie/es rette 
Pluralwir rettenwir retten 
 ihr rettetihr rettet
 sie rettensie retten 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich retteteich rettete
 du rettetestdu rettetest
 er/sie/es retteteer/sie/es rettete
Pluralwir rettetenwir retteten
 ihr rettetetihr rettetet
 sie rettetensie retteten
Partizip I rettend
Partizip II gerettet
Infinitiv mit zu zu retten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. aus einer Gefahr, einer bedrohlichen Situation befreien und dadurch vor Tod, Untergang, Verlust, Schaden o. Ä. bewahren

    Beispiele

    • einen Ertrinkenden retten
    • jemanden aus den Flammen, vor dem Tod retten
    • jemandem das Leben retten
    • er rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster
    • ein Zufall hat sie gerettet
    • das rettende (sichere) Ufer erreichen
    • den Baumbestand r
    • wichtige Dokumente vor der Vernichtung retten
    • Kunstschätze durch, über die Kriegswirren retten (vor dem Verlust, vor der Vernichtung bewahren)
    • <in übertragener Bedeutung>: seine Ehre retten
    • <in übertragener Bedeutung>: die Situation retten (verhindern, dass sie peinlich o. ä. wird)
    • <in übertragener Bedeutung>: er hatte die rettende (einen Ausweg aufzeigende) Idee

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • nicht mehr zu retten sein (umgangssprachlich: völlig verrückt, sehr unvernünftig sein)
    • sich vor etwas nicht [mehr], kaum [noch] zu retten wissen/retten können (von etwas mehr haben, bekommen, als einem lieb ist: sie kann sich vor Anrufen, Aufträgen, Verehrern kaum noch retten)
    • rette sich, wer kann! (scherzhaft: Warnung vor etwas Unangenehmem, Lästigem)
    • bist du, ist er usw. noch zu retten? (umgangssprachlich: bist du, ist er usw. denn verrückt?)
  2. in Sicherheit bringen; aus einem Gefahrenbereich wegschaffen

    Beispiele

    • sich ans Ufer retten
    • sich, seine Habe ins Ausland, über die Grenze retten
    • <in übertragener Bedeutung>: sich ins Ziel retten (Sport; mit knapper Not vorm Überholtwerden das Ziel erreichen)
  3. ein gegnerisches Tor o. Ä. im letzten Moment verhindern

    Gebrauch

    Mannschaftsspiele

    Beispiele

    • der Torwart rettete mit einer Parade
    • auf der Linie retten (den Ball auf der Torlinie erreichen und so das drohende Tor verhindern)

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