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Stil­le, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Stil|le
Beispiel: in aller Stille

Bedeutungsübersicht

    1. durch kein lärmendes, unangenehmes Geräusch gestörter [wohltuender] Zustand
    2. Zustand, der dadurch geprägt ist, dass [plötzlich] kein lautes Geräusch, kein Ton mehr zu hören ist, alles schweigt
  1. Zustand des Ruhigseins
  2. in »in aller Stille«

Synonyme zu Stille

Geräuschlosigkeit, Grabesstille, Lautlosigkeit, Ruhe, [Still]schweigen, Totenstille; (gehoben) Kirchenstille; (scherzhaft, sonst veraltend) Silentium

Aussprache

Betonung: Stịlle🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch stille, althochdeutsch stillī

Grammatik

 Singular
Nominativdie Stille
Genitivder Stille
Dativder Stille
Akkusativdie Stille

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. durch kein lärmendes, unangenehmes Geräusch gestörter [wohltuender] Zustand

      Beispiele

      • es herrschte friedliche, sonntägliche Stille
      • Stille lag über dem Land
    2. Zustand, der dadurch geprägt ist, dass [plötzlich] kein lautes Geräusch, kein Ton mehr zu hören ist, alles schweigt

      Beispiele

      • eine lähmende, furchtbare Stille trat ein, erfüllte den Raum, breitete sich aus
      • es entstand, herrschte eine peinliche, erwartungsvolle Stille
      • in die Stille fiel ein Ruf, ein Schuss

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      gefräßige Stille/gefräßiges Schweigen (scherzhaft: Verstummen der Unterhaltung während des Essens oder danach)
  1. Zustand des Ruhigseins

    Beispiele

    • die Stille des Meeres, der Luft
    • die Stille vor dem Sturm (Ruhe 1b)
  2. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    in aller Stille (im engsten Familien-, Freundeskreis; ohne alles Aufheben: die Beerdigung findet in aller Stille statt)

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