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blau

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blau

Wortart: Adjektiv

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
blau

blau|er, blau|es|te, blaus|te

Kleinschreibung [Regel 89]:
  • blau sein (auch umgangssprachlich für betrunken sein)
  • blau in blau
  • die blaue Blume (Sinnbild der Romantik)
  • blauer oder Blauer Brief (umgangssprachlich für Mahnschreiben der Schule an die Eltern, auch Kündigungsschreiben)
  • jemandem blauen Dunst vormachen (umgangssprachlich)
  • blauer Fleck (umgangssprachlich für Bluterguss)
  • unsere blauen Jungs (umgangssprachlich für Marinesoldaten)
  • blauer Montag
  • die blaue Mauritius [Regel 89]
  • sein blaues Wunder erleben (umgangssprachlich für staunen)
  • Aal blau
  • im Pass o. Ä.: Augen: blau
Großschreibung der Substantivierung [Regel 72]:
  • die Farbe Blau
  • ins Blaue reden
  • Fahrt ins Blaue
  • die Farbe der Fahne ist Blau oder blau
In Namen und bestimmten namenähnlichen Fügungen [Regel 88] und [Regel 89]:
  • das Blaue Band des Ozeans
  • Blauer Eisenhut
  • der Blaue Engel (Siegel für umweltschonende Produkte)
  • das Blaue Wunder (Brücke in Dresden)
  • die Blaue Grotte (von Capri)
  • der Blaue Nil
  • der Blaue Planet (die Erde)
  • der Blaue Reiter (Name einer Künstlergemeinschaft)
  • Vgl. auch Blau, Blaue
Zusammensetzungen von »blau« mit einer anderen Farbbezeichnung:
Getrennt- und Zusammenschreibung:
  • ein blau gestreifter oder blaugestreifter Stoff [Regel 58]
Wenn »blau« das Ergebnis der mit einem folgenden einfachen Verb bezeichneten Tätigkeit angibt, kann ebenfalls getrennt oder zusammengeschrieben werden:
  • etwas blau färben oder blaufärben
Aber nur:
  • etwas hellblau färben, etwas blau einfärben

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu blau

alkoholisiert, betrunken, bezecht, volltrunken; (umgangssprachlich) abgefüllt, granatenvoll, hinüber, knülle, kopflastig, sturzbetrunken; (salopp) besoffen, [sternhagel]voll; (derb) sternhagelbesoffen, sturzbesoffen; (umgangssprachlich scherzhaft) blitzblau, veilchenblau; (umgangssprachlich emotional verstärkend) knallvoll, stockbetrunken; (salopp emotional verstärkend) stinkbesoffen, stockbesoffen; (landschaftlich) dun, gasig; (landschaftlich scherzhaft) staubig; (landschaftlich umgangssprachlich) strack; (landschaftlich salopp) fett; (scherzhaft veraltend) illuminiert

Aussprache

Betonung:
bla̲u̲

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Herkunft

mittelhochdeutsch blā, althochdeutsch blāo, eigentlich = schimmernd, glänzend; vgl. Belche(n)

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. von der Farbe des wolkenlosen Himmels

    Beispiele

    • blaue Augen
    • ein blaues Kleid
    • die blaue Blume (Blume 1b)
    • blaue (blutleere) Lippen
    • blaue (durch Kälteeinwirkung verfärbte) Hände
    • ein blaues (blutunterlaufenes) Auge haben
    • (Kochkunst) Aal blau (Aal), Forelle blau
    • die Tapete ist blau
    • das Metall lief blau an
    • ein Kleid blau färben
    • die Zunge färbte sich blau (nahm eine blaue Färbung an)
    • ein blau gefärbtes Kleid
    • <substantiviert>: die Farbe ihres Kleides spielt ins Blaue

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • <substantiviert:> das Blaue vom Himmel [herunter]lügen (umgangssprachlich; ohne Hemmungen lügen, Unwahrheiten erzählen; zu: Blau als Farbe der Täuschung, Verstellung und Lüge)
    • das Blaue vom Himmel [herunter]reden (umgangssprachlich; sehr viel, pausenlos von Nebensächlichkeiten reden)
    • jemandem das Blaue vom Himmel [herunter] versprechen (umgangssprachlich; jemandem ohne Hemmungen die unmöglichsten Dinge versprechen)
    • ins Blaue [hinein] (umgangssprachlich; ohne Zweck und festes Ziel, ins Ungewisse hinein; zu: Blau als Farbe der unbestimmten Ferne: ins Blaue fahren)
  2. betrunken

    Herkunft

    vielleicht nach dem Schwindelgefühl des Betrunkenen, dem blau (blümerant) vor den Augen wird

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    wir waren alle ziemlich blau

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    blau sein [wie ein Veilchen/wie eine [Strand]haubitze o. Ä.] (umgangssprachlich; [völlig] betrunken sein)

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