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ma­chen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▮▮

Rechtschreibung

Worttrennung: ma|chen
Beispiele: er/sie hat es gemacht; du hast mich lachen gemacht; nun mach schon!

Bedeutungsübersicht

    1. herstellen, fertigen, anfertigen, produzieren
    2. verursachen, bewirken, hervorrufen u. a. (häufig verblasst)
    3. ausführen, durchführen, erledigen u. a. (häufig verblasst)
    1. in einen bestimmten [veränderten] Zustand bringen, versetzen
    2. in eine bestimmte Stellung, einen bestimmten Status o. Ä. bringen, erheben; zu etwas werden lassen
  1. (durch Geschäfte o. Ä.) verdienen, erzielen
  2. etwas tun, unternehmen; sich mit etwas [Bestimmtem] beschäftigen
  3. in »sich an etwas machen«
  4. (umgangssprachlich) sich in bestimmter, meist positiver Weise entwickeln
  5. (umgangssprachlich) jemanden durch Protektion o. Ä. in eine bestimmte Position bringen; jemanden aufbauen
  6. (salopp) [als Schauspieler, Schauspielerin] einen bestimmten Part übernehmen, eine bestimmte Rolle spielen
  7. (umgangssprachlich, oft abwertend) auf eine plumpe, aufdringliche o. ä. Weise etwas mimen, in eine bestimmte Rolle schlüpfen
  8. bewirken, dass etwas Bestimmtes geschieht; zu etwas veranlassen
  9. (an einer Stelle) in bestimmter Weise passen, sich einfügen, harmonisieren
  10. (umgangssprachlich verhüllend) seine Notdurft verrichten
  11. (umgangssprachlich) ein bestimmtes Geschäft o. Ä. betreiben; in einer bestimmten Branche tätig sein
    1. (umgangssprachlich) (in Bezug auf einen zu entrichtenden Geldbetrag) ausmachen, betragen
    2. (umgangssprachlich) (in Bezug auf das Ergebnis einer Addition, Subtraktion oder Multiplikation) ergeben
  12. (umgangssprachlich) [in rufender Weise] von sich geben (bei Interjektionen u. Ä.)
  13. (umgangssprachlich) sich beeilen
  14. in »es machen« und anderen Wendungen, Redensarten oder Sprichwörtern
  15. (landschaftlich) an einen bestimmten Ort gehen, fahren, sich begeben
  16. in »macht nichts!« und anderen Wendungen, Redensarten oder Sprichwörtern
  17. in »zu/für etwas [nicht] gemacht sein«

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu machen

Aussprache

Betonung: mạchen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch machen, althochdeutsch mahhōn, ursprünglich = (den Lehm zum Hausbau) kneten, formen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich macheich mache 
 du machstdu machest mach, mache!
 er/sie/es machter/sie/es mache 
Pluralwir machenwir machen 
 ihr machtihr machet 
 sie machensie machen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich machteich machte
 du machtestdu machtest
 er/sie/es machteer/sie/es machte
Pluralwir machtenwir machten
 ihr machtetihr machtet
 sie machtensie machten
Partizip I machend
Partizip II gemacht
Infinitiv mit zu zu machen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. herstellen, fertigen, anfertigen, produzieren

      Beispiele

      • Spielzeug aus Holz machen
      • die Firma macht Möbel, Schuhe
      • sie macht (schreibt) Gedichte
      • ein Foto von jemandem machen (jemanden fotografieren)
      • das Essen machen (bereiten)
      • ich habe mir eine Tasse Kaffee gemacht (aufgebrüht, bereitet)
      • sich einen Anzug machen (arbeiten) lassen
      • (verblasst) das Zimmer machen (in Ordnung bringen)
      • die Betten machen (aufschütteln und glatt und ordentlich hinlegen)
      • jemandem, sich die Haare machen (umgangssprachlich; jemanden, sich frisieren)
    2. verursachen, bewirken, hervorrufen u. a. (häufig verblasst)

      Beispiele

      • jemandem Arbeit machen
      • Lärm machen (lärmen)
      • sich einen Fleck auf die Bluse machen
      • [großen] Eindruck machen (beeindrucken)
      • sich mit etwas Freunde, viele Feinde machen (erwerben)
      • Feuer, Licht machen
      • Musik machen (musizieren)
      • jemandem Sorgen, Freude machen (bereiten)
      • sich Sorgen machen (sich sorgen)
      • jemandem Mut machen (jemanden ermutigen)
    3. ausführen, durchführen, erledigen u. a. (häufig verblasst)

      Beispiele

      • eine Arbeit, den Haushalt, seine Hausaufgaben machen
      • eine Mitteilung, eine Bestellung machen
      • sie hat alles ganz allein gemacht
      • Fehler, Dummheiten machen
      • ein Examen, das Abitur machen (ablegen)
      • einen Spaziergang machen (spazieren gehen)
      • eine Reise machen (verreisen)
      • ein Spiel machen (spielen)
      • eine Beobachtung machen (etwas beobachten)
      • Sport machen (treiben)
      • eine Verbeugung machen (sich verbeugen)
      • einen Besuch machen (jemanden besuchen)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • es nicht unter etwas machen (umgangssprachlich: eine bestimmte Menge, Summe als Mindestes fordern)
      • wie mans macht, macht mans falsch
    1. in einen bestimmten [veränderten] Zustand bringen, versetzen

      Beispiele

      • etwas neu, größer machen
      • jemanden neugierig machen
      • sie hatte sich für den Abend besonders hübsch gemacht
      • du hast dich unbeliebt gemacht
      • man hatte ihn betrunken gemacht
    2. in eine bestimmte Stellung, einen bestimmten Status o. Ä. bringen, erheben; zu etwas werden lassen

      Beispiele

      • jemanden zu seinem Vertrauten machen
      • er machte sie zu seiner Frau (veraltet; heiratete sie)
  1. (durch Geschäfte o. Ä.) verdienen, erzielen

    Beispiele

    • er hat bei dem Auftrag ein Vermögen gemacht
    • ein großes Geschäft machen (sehr viel verdienen)
  2. etwas tun, unternehmen; sich mit etwas [Bestimmtem] beschäftigen

    Beispiele

    • was machst du gerade?
    • was willst du mit den alten Sachen machen (was hast du damit vor)?
    • ich weiß nicht [mehr], was ich noch machen soll (bin ratlos)
    • dagegen kannst du nichts machen (nichts ausrichten)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • mit mir könnt ihr es ja machen (umgangssprachlich: ihr nutzt meine Gutmütigkeit aus)
    • <auch ohne Akkusativ:> lass mich nur machen (umgangssprachlich: überlass die Sache nur mir)
    • ich mach sowieso nicht mehr lang (umgangssprachlich: ich lebe nicht mehr lange)
    • mach ich!; wird gemacht! (umgangssprachlich: als Bekräftigung der Zusicherung einer Hilfeleistung o. Ä.)
    • was macht deine Frau? (wie geht es deiner Frau?)
    • was macht die Arbeit, deine Gesundheit? (wie ist es darum bestellt?)
    • was habt ihr denn da wieder gemacht? (angestellt?)
    • machs gut (umgangssprachlich: lass es dir gut gehen)
    • gemacht! (umgangssprachlich: abgemacht, einverstanden!)
  3. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    sich an etwas machen (mit etwas beginnen, eine bestimmte Tätigkeit aufnehmen: sich an die Arbeit machen)
  4. sich in bestimmter, meist positiver Weise entwickeln

    Grammatik

    sich machen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiele

    • das Wetter macht sich wieder (wird wieder besser)
    • das Baby hat sich gut gemacht (es gedeiht sichtlich)
  5. jemanden durch Protektion o. Ä. in eine bestimmte Position bringen; jemanden aufbauen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    einen Popstar machen
  6. [als Schauspieler, Schauspielerin] einen bestimmten Part übernehmen, eine bestimmte Rolle spielen

    Gebrauch

    salopp

    Beispiele

    • er macht den Hamlet
    • sie hat bei uns den Nikolaus gemacht
  7. auf eine plumpe, aufdringliche o. ä. Weise etwas mimen, in eine bestimmte Rolle schlüpfen

    Gebrauch

    umgangssprachlich, oft abwertend

    Beispiele

    • auf cool machen
    • sie macht zurzeit in Großzügigkeit (gibt sich betont großzügig)
    • die Partei macht in gedämpftem Optimismus

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    [einen] auf … machen (umgangssprachlich, oft abwertend: auf eine plumpe, aufdringliche o. ä. Weise etwas, ein bestimmtes Verhalten o. Ä. mimen: er glaubt, wenn er auf Macho macht, hat er mehr Chancen bei den Frauen)
  8. bewirken, dass etwas Bestimmtes geschieht; zu etwas veranlassen

    Grammatik

    in Verbindung mit Infinitiv + Akkusativ

    Beispiel

    ihre Äußerung hat uns lachen gemacht/(seltener:) machen
  9. (an einer Stelle) in bestimmter Weise passen, sich einfügen, harmonisieren

    Grammatik

    sich machen

    Beispiel

    die Blumen machen sich sehr schön in der Vase
  10. seine Notdurft verrichten

    Gebrauch

    umgangssprachlich verhüllend

    Beispiele

    • das Kind hat in die Hose, ins Bett gemacht
    • ein Vogel hat ihr auf den Hut gemacht
  11. ein bestimmtes Geschäft o. Ä. betreiben; in einer bestimmten Branche tätig sein

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    er macht seit einiger Zeit in Lederwaren
    1. (in Bezug auf einen zu entrichtenden Geldbetrag) ausmachen, betragen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • das Reinigen macht 15 Euro
      • alles zusammen macht 1 000 Euro im Jahr
      • was macht das/es? (wie viel kostet das?)
    2. (in Bezug auf das Ergebnis einer Addition, Subtraktion oder Multiplikation) ergeben

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • 4 und 3 macht 7
      • 4 mal 3 macht 12
  12. [in rufender Weise] von sich geben (bei Interjektionen u. Ä.)

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    »Oh«, machte er
  13. sich beeilen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    nun mach schon! (beeil dich!)
  14. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • es machen (salopp: koitieren: sie macht es mit jedem)
    • es jemandem machen (salopp: jemanden geschlechtlich befriedigen: sie hat es ihm [mit der Hand] gemacht)
  15. an einen bestimmten Ort gehen, fahren, sich begeben

    Grammatik

    meist: ist

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    er ist in die Stadt gemacht
  16. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • macht nichts! (umgangssprachlich: schon gut, nicht weiter schlimm!)
    • mach dir, macht euch nichts daraus/draus (umgangssprachlich: ärgere dich nicht, ärgert euch nicht darüber)
    • sich <Dativ> wenig/nichts o. Ä. aus jemandem, etwas machen (umgangssprachlich: jemanden, etwas nicht [besonders] gern mögen; für jemanden, etwas nicht viel übrighaben: er macht sich nichts aus Schokolade)
  17. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    zu/für etwas [nicht] gemacht sein (zu/für etwas [nicht] geschaffen sein: für solche Abenteuer bin ich nicht gemacht)

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