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arm

Wortart: Adjektiv

Häufigkeit:

Rechtschreibung

Worttrennung:
arm

är|mer, ärms|te

  • wir armen Kinder; aber wir Armen
  • Arm und Reich (veraltet für jedermann)
  • ein Konflikt zwischen Arm und Reich (armen und reichen Menschen); Arme und Reiche, bei Armen und Reichen, der Arme und der Reiche
  • arme Ritter (eine Süßspeise) [Regel 89]
Vgl. arm machen, armmachen

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Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu arm

Aussprache

Betonung:
ạrm

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch arm, wahrscheinlich ursprünglich = verwaist, wohl verwandt mit ↑Erbe

Grammatik

Adjektiv; Steigerungsformen: ärmer, ärmste

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos

      Beispiele

      • eine arme Familie
      • ein Kind armer Leute
      • arm, aber glücklich
      • sie waren [sehr] arm
      • ihre Spielleidenschaft hat sie arm gemacht
      • <substantiviert>: der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Armen und Reichen
      • die Ärmsten der Armen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • Arm und Reich (veraltet; alle Menschen ohne Unterschied)
      • es trifft ja keinen Armen (umgangssprachlich; er hat ja genug Geld, sodass es ihn nicht sehr hart trifft)
    2. wenig habend, aufweisend oder hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich

      Beispiele

      • arme (wenig ergiebige, wenig fruchtbare) Böden
      • um das auszudrücken, ist unsere Sprache zu arm
      • geistig arm (abwertend; geistig anspruchslos) sein

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • arm an etwas sein (wenig von etwas haben: diese Früchte sind arm an Vitaminen; das Leben ist arm an Freuden)
      • um etwas ärmer werden (etwas verlieren: der Sport ist um zwei Meister ärmer geworden; mit diesem Vorfall war sie um eine Illusion ärmer geworden)
  1. unglücklich, bedauernswert, beklagenswert

    Beispiele

    • das arme Kind
    • der arme Kerl
    • die armen Seelen [im Fegefeuer]
    • meine armen (umgangssprachlich; übermäßig strapazierten, geschundenen, schmerzenden o. ä.) Beine!
    • (umgangssprachlich) sie ist arm dran (es geht ihr nicht gut)
    • <substantiviert>: der Ärmste, was hat er [alles] erdulden müssen!
    • du Arme[r]!

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