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rap­peln

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: rap|peln
Beispiel: ich rapp[e]le

Bedeutungsübersicht

    1. (umgangssprachlich) ein klapperndes, rasselndes Geräusch von sich geben
    2. (umgangssprachlich) rütteln und dabei ein rappelndes Geräusch hervorbringen
  1. (umgangssprachlich) sich mit rappelndem Geräusch (irgendwohin) fortbewegen
  2. (österreichisch) nicht ganz bei Verstand sein; spinnen
  3. (landschaftlich, Kindersprache) urinieren
    1. (landschaftlich umgangssprachlich) sich regen, bewegen
    2. (landschaftlich umgangssprachlich) sich mühsam aufrichten, sich aufrappeln
  4. in »gerappelt voll«

Synonyme zu rappeln

klappern, klimpern, klirren, rasseln; (umgangssprachlich) scheppern; (bayrisch, österreichisch) pimpern; (landschaftlich) kläppern, knappen, raffeln

Aussprache

Betonung: rạppeln

Herkunft

zu mittelniederdeutsch rapen = klopfen; vgl. auch mittelhochdeutsch raffeln = lärmen, klappern, schelten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. ein klapperndes, rasselndes Geräusch von sich geben

      Grammatik

      Perfektbildung mit »hat«

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • die Fensterläden rappeln im Sturm
      • der Wecker rappelt

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      bei jemandem rappelt es (salopp: jemand ist nicht recht bei Verstand: bei dir rappelts wohl!)
    2. rütteln und dabei ein rappelndes (1a) Geräusch hervorbringen

      Grammatik

      Perfektbildung mit »hat«

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • sie rappelt an der Klinke
      • <unpersönlich>: es rappelt an der Tür
  1. sich mit rappelndem (1a) Geräusch (irgendwohin) fortbewegen

    Grammatik

    Perfektbildung mit »ist«

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    der Zug rappelt über die Weiche
  2. nicht ganz bei Verstand sein; spinnen (3a)

    Grammatik

    Perfektbildung mit »hat«

    Gebrauch

    österreichisch
  3. urinieren

    Grammatik

    Perfektbildung mit »hat«

    Herkunft

    lautmalend

    Gebrauch

    landschaftlich, Kindersprache
    1. sich regen, bewegen

      Grammatik

      sich rappeln; Perfektbildung mit »hat«

      Gebrauch

      landschaftlich umgangssprachlich

      Beispiel

      sich nicht [vom Fleck] rappeln
    2. sich mühsam aufrichten, sich aufrappeln (a)

      Grammatik

      sich rappeln; Perfektbildung mit »hat«

      Gebrauch

      landschaftlich umgangssprachlich

      Beispiel

      sich aus dem Bett rappeln
  4. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    gerappelt voll (umgangssprachlich: sehr voll, überfüllt)

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