Ei, das
Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- Ei
Aussprache
- Betonung:
- E̲i̲
Herkunft
- mittelhochdeutsch, althochdeutsch ei, zu einem Wort mit der Bedeutung »Vogel« (vgl. lateinisch avis = Vogel) und eigentlich = das vom Vogel Gelegte
Grammatik
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | das Ei | die Eier |
| Genitiv | des Eies, Eis | der Eier |
| Dativ | dem Ei | den Eiern |
| Akkusativ | das Ei | die Eier |
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
befruchtete oder nicht befruchtete weibliche tierische oder menschliche Keimzelle

© Bibliographisches Institut, Mannheim/Dr. Thomas StalfBeispiel
das reife Ei wird befruchtet -
-
(von bestimmten Tieren, besonders Vögeln, gelegtes) von einer Schale umschlossenes, die Eizelle und meist Dotter und Eiweiß enthaltendes kugeliges, oft länglich ovales Gebilde

© Bibliographisches Institut, MannheimBeispiele
- ein angebrütetes Ei
- die Henne legt ein Ei
- das Küken schlüpft aus dem Ei
-
Hühnerei (als Nahrungsmittel)

© kernel - Fotolia.comBeispiele
- ein frisches, rohes Ei
- ein weiches, hartes Ei
- verlorene/pochierte, eingelegte Eier
- (Kochkunst) russische/Russische Eier (Gericht aus gekochten Eiern und Mayonnaise)
- ein Ei austrinken, kochen, abschrecken, braten
- sich ein paar Eier in die Pfanne schlagen
- jemanden mit [faulen] Eiern bewerfen (als Ausdruck starken Missfallens)
- jemanden, etwas wie ein rohes Ei (sehr vorsichtig) behandeln
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
- ungelegte Eier (umgangssprachlich; Dinge, die noch nicht spruchreif sind: kümmere dich nicht um ungelegte Eier)
- das ist ein [dickes] Ei! (umgangssprachlich: 1. das ist eine sehr unangenehme, bedenkliche Sache!. 2. das ist ausgezeichnet, hervorragend!.)
- ach, du dickes Ei! (umgangssprachlich; Ausruf der Überraschung)
- das Ei des Kolumbus (überraschend einfache Lösung; aufgrund einer auf Kolumbus übertragenen älteren Anekdote, nach der er die einfache Lösung eines Problems dadurch demonstrierte, dass er ein Ei durch Eindrücken auf der Spitze stehen ließ)
- sich/einander gleichen wie ein Ei dem andern (einander zum Verwechseln ähnlich sein)
- ein Ei legen (1. umgangssprachlich; etwas [mühsam] Ausgeklügeltes, Ausgetüfteltes produzieren. 2. salopp; seine große Notdurft verrichten.)
- wie auf Eiern gehen (umgangssprachlich; die Füße vorsichtig aufsetzend gehen)
- wie aus dem Ei gepellt/(selten:) geschält sein (umgangssprachlich; sehr sorgfältig gekleidet sein)
- das Ei will klüger sein als die Henne (abwertend; die Jungen wollen klüger sein als die erfahrenen Älteren)
-
(von bestimmten Tieren, besonders Vögeln, gelegtes) von einer Schale umschlossenes, die Eizelle und meist Dotter und Eiweiß enthaltendes kugeliges, oft länglich ovales Gebilde
-
Ball

© MEV Verlag, AugsburgGebrauch
besonders Fußball-, Basketballjargon
-
Fliegerbombe
Gebrauch
umgangssprachlich
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
Eier legen (Bomben abwerfen) -
-
Geld
Grammatik
- Pluraletantum
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
das kostet 'ne Menge Eier -
Euro, Mark o. Ä.
Grammatik
- Pluraletantum
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
leih mir mal 100 Eier
-
Geld
-
Hoden
Grammatik
- meist im Plural
Gebrauch
derb
Beispiel
tritt dem Kerl in die Eier!Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
- jemandem die Eier schleifen (Soldatensprache derb; jemanden schleifen 2)
- jemandem die Eier polieren (derb; jemanden heftig verprügeln)
- jemandem auf die Eier gehen (derb; jemandem äußerst lästig werden)
-
Mensch, den jemand aus irgendeinem Grund ablehnt
Gebrauch
salopp abwertend
Beispiel
ein doofes Ei





