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Geld, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▮

Rechtschreibung

Worttrennung: Geld
Beispiel: Regel 31: Geld- und andere Sorgen

Bedeutungsübersicht

  1. in staatlichem Auftrag aus Metall geprägtes oder auf Papier gedrucktes Zahlungsmittel
  2. größere [von einer bestimmten Stelle stammende, für einen bestimmten Zweck vorgesehene] Summe
  3. (Börsenwesen; Abkürzung: G) Kurzform für: Geldkurs

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Geld

Banknoten, Münzen, Scheine, Währung, Zahlungsmittel; (bildungssprachlich) Nervus Rerum; (umgangssprachlich) Asche, Bares, Eier, Heu, Knöpfe, Moneten, Penunze, Pinke[pinke]; (salopp) Bims, Flocken, Flöhe, Kies, Knete, Kohle, Kröten, Lappen, Marie, Mäuse, Moos, Peseten, Piepen, Pulver, Schotter, Steine, Strom, Zaster; (bayrisch und österreichisch salopp) Maxen; (salopp scherzhaft) Koks; (süddeutsch und österreichisch scherzhaft) Gerstel; (abwertend) Schluse; (meist abwertend oder scherzhaft) Mammon; (landschaftlich) Bimbes

Aussprache

Betonung: Gẹld
Lautschrift: [ɡɛlt] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch gelt = Zahlung, Vergütung, Einkommen, Wert; dann: geprägtes Zahlungsmittel, althochdeutsch gelt = Zahlung; Lohn; Vergeltung, zu gelten

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Gelddie Gelder
Genitivdes Geldes, Geldsder Gelder
Dativdem Geldden Geldern
Akkusativdas Gelddie Gelder

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Geld - Geld in Euromünzen und Eurobanknoten
    Geld in Euromünzen und Eurobanknoten - © MEV Verlag, Augsburg
    in staatlichem Auftrag aus Metall geprägtes oder auf Papier gedrucktes Zahlungsmittel

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • bares Geld
    • kleines Geld (Münzen)
    • großes Geld (Scheine)
    • das ist hinausgeworfenes Geld (eine unnütze, sinnlose Ausgabe)
    • leichtes Geld (Geld, das ohne große Mühe verdient werden kann)
    • schmutziges Geld (auf unredliche Weise erworbene Geldmittel)
    • Geld [von der Bank, vom Sparbuch] abheben
    • Geld wechseln
    • Geld fälschen
    • Geld verdienen
    • Geld scheffeln (umgangssprachlich; viel Geld verdienen, zusammenraffen)
    • Geld flüssigmachen (sich durch Verkauf von Wertpapieren o. Ä. Bargeld beschaffen)
    • das kostet viel Geld (ist teuer)
    • das ist sein Geld wert (ist von guter Qualität und rechtfertigt seinen Preis)
    • diese Idee bedeutet bares Geld (bringt Gewinn)
    • etwas für teures Geld erwerben
    • der Traum vom großen Geld (Reichtum)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • heißes Geld (1. Wirtschaft; Geld, das, um größeren Gewinn zu erzielen, je nach Zinshöhe in andere Länder fließt; Lehnübersetzung von englisch hot money. 2. durch Raub, Erpressung u. Ä. erworbene Anzahl von Münzen und Noten, deren Nummern möglicherweise notiert wurden und die der Erwerber deshalb schnell wieder abstoßen will.)
    • Geld und Gut (gehoben: der gesamte Besitz)
    • hier liegt das Geld auf der Straße (hier kann man leicht zu Geld kommen)
    • jemandem rinnt das Geld durch die Finger (jemand ist verschwenderisch)
    • [das große, leichtes] Geld machen (umgangssprachlich: [viel] Geld verdienen; Lehnübersetzung von englisch to make money)
    • sein Geld unter die Leute bringen (umgangssprachlich: sein Geld rasch ausgeben)
    • jemandem das Geld aus der Tasche ziehen (umgangssprachlich: 1. zum eigenen Vorteil jemanden dazu bringen, dass er immer wieder Geld ausgibt. 2. jemandem eine überhöhte Rechnung ausstellen.)
    • Geld wie Heu/(österr auch:) Mist haben; im Geld schwimmen (umgangssprachlich: sehr reich sein)
    • sein Geld [mit beiden Händen] auf die Straße werfen/zum Fenster hinauswerfen/zum Schornstein hinausjagen (umgangssprachlich: sehr verschwenderisch sein)
    • nicht für Geld und gute Worte (umgangssprachlich: auf keinen Fall, um keinen Preis)
    • ins Geld gehen/laufen (umgangssprachlich: viel Geld kosten, teuer werden)
    • zu Geld kommen (reich werden)
    • etwas zu Geld machen (verkaufen)
    • [viel] Geld in die Hand nehmen (umgangssprachlich: [viel] Geld aufwenden und investieren)
    • da kommt Geld zu Geld (ein reicher Mann und eine reiche Frau heiraten)
    • Geld verdirbt den Charakter
    • Geld stinkt nicht (nach dem Ausspruch »Non olet« Kaiser Vespasians, der mit diesen Worten seinem Sohn Titus auf dessen Tadel hin, dass er die Bedürfnisanstalten besteuert habe, das erste aus dieser Steuer eingenommene Geld unter die Nase gehalten haben soll)
    • Geld regiert die Welt (wer über viel Geld verfügt, hat auch Macht und Einfluss)
    • Geld allein macht nicht glücklich [scherzhafte Hinzufügung: aber es beruhigt]
    • wenn es ums Geld geht, hört die Freundschaft auf
  2. größere [von einer bestimmten Stelle stammende, für einen bestimmten Zweck vorgesehene] Summe

    Grammatik

    meist im Plural

    Beispiele

    • öffentliche Gelder
    • die Gelder für den Bau einer Straße aufbringen
    • er hat das Geld, die [ihm anvertrauten] Gelder veruntreut
    • über das nötige Geld, die nötigen Gelder verfügen
  3. Kurzform für: Geldkurs

    Gebrauch

    Börsenwesen; Abkürzung: G

    Beispiel

    US-Dollar = Euro 0,82 Geld

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