Dudenverlag Duden Located at Mecklenburgische Str. 53, Berlin, 14171, Berlin , . Phone: +49 30 897 85 82-81. .

faul

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
Weitere Informationen zum korrekten Zitieren aus Duden online

Rechtschreibung

Worttrennung: faul
Beispiele: fauler (umgangssprachlich für deckungsloser) Wechsel; fauler Zauber; auf der faulen Haut liegen (umgangssprachlich)

Bedeutungsübersicht

  1. durch Einwirkung zersetzender Bakterien [und unter Entwicklung übel riechender Gase] in Gärung, Verwesung geraten, übergegangen [und dadurch verdorben, unbrauchbar]
  2. (umgangssprachlich abwertend) sehr zweifelhaft, bedenklich; nicht einwandfrei, nicht in Ordnung und daher unbefriedigend
  3. abgeneigt zu arbeiten, sich zu bewegen, sich anzustrengen; nicht gern tätig; bequem, träge
  4. (veraltend) säumig, nachlässig

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu faul

Aussprache

Betonung: faul🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch vūl, althochdeutsch fūl, eigentlich = stinkend, modrig

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. durch Einwirkung zersetzender Bakterien [und unter Entwicklung übel riechender Gase] in Gärung, Verwesung geraten, übergegangen [und dadurch verdorben, unbrauchbar]

    Beispiele

    • faules Fleisch, Obst, Holz
    • das Wasser hat einen faulen Geruch
    • die Eier sind, schmecken faul
    • der Tümpel riecht faul (riecht nach Fäulnis)
  2. sehr zweifelhaft, bedenklich; nicht einwandfrei, nicht in Ordnung und daher unbefriedigend

    Gebrauch

    umgangssprachlich abwertend

    Beispiele

    • ein fauler Kompromiss
    • das ist eine ganz faule Sache
    • eine faule (unglaubwürdige) Ausrede
    • ein fauler (ungedeckter) Wechsel
    • an der Sache ist etwas faul

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    etwas ist faul im Staate Dänemark (hier stimmt etwas nicht, ist etwas nicht in Ordnung; nach Shakespeare, Hamlet I, 4: something is rotten in the state of Denmark)
  3. abgeneigt zu arbeiten, sich zu bewegen, sich anzustrengen; nicht gern tätig; bequem, träge

    Herkunft

    schon mittelhochdeutsch, eigentlich = so lange liegen geblieben, bis Fäulnis eintritt

    Beispiele

    • ein fauler Schüler
    • ein faules Leben führen
    • er hat heute seinen faulen Tag (an dem er nichts tut)
    • er ist zu faul zum Schreiben
    • faul herumliegen
    • (salopp abwertend) stinkend faul sein (eine extreme Faulheit zeigen)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    nicht faul (ohne zu zögern, schnell reagierend, rasch bei der Hand: sie, nicht faul, beantwortete seine Zudringlichkeit mit einer Ohrfeige)
  4. säumig, nachlässig

    Gebrauch

    veraltend

    Beispiel

    ein fauler Schuldner

Blättern

↑ Nach oben