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roh

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: roh
Beispiele: rohe Gewalt; roh behauener oder rohbehauener Stein; roh bearbeiteter oder rohbearbeiteter Stein; im Rohen fertig

Bedeutungsübersicht

  1. ungekocht oder ungebraten
    1. nicht bearbeitet, nicht verarbeitet
    2. ohne genaue, ins Einzelne gehende Be-, Verarbeitung, Ausführung; grob
    3. (veraltend) von der Haut entblößt, blutig
  2. (abwertend) anderen gegenüber gefühllos und grob, sie körperlich oder seelisch verletzend

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu roh

Aussprache

Betonung: roh🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch rō, ursprünglich = blutig

Grammatik

Steigerungsformen

Positivroh
Komparativroher
Superlativam rohesten, rohsten

Starke Beugung

(ohne Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativ-roher-rohe-rohes-rohe
Genitiv-rohen-roher-rohen-roher
Dativ-rohem-roher-rohem-rohen
Akkusativ-rohen-rohe-rohes-rohe

Schwache Beugung

(mit bestimmtem Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativderrohedierohedasrohedierohen
Genitivdesrohenderrohendesrohenderrohen
Dativdemrohenderrohendemrohendenrohen
Akkusativdenrohendierohedasrohedierohen

Gemischte Beugung

(mit ein, kein, Possessivpronomen u. a.)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
Artikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
Adjektiv
Nominativkeinroherkeinerohekeinroheskeinerohen
Genitivkeinesrohenkeinerrohenkeinesrohenkeinerrohen
Dativkeinemrohenkeinerrohenkeinemrohenkeinenrohen
Akkusativkeinenrohenkeinerohekeinroheskeinerohen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. ungekocht oder ungebraten

    Beispiele

    • ein rohes Ei
    • rohes Fleisch
    • roher Schinken
    • rohe Milch
    • in rohem Zustand
    • rohe Klöße (aus geriebenen rohen Kartoffeln zubereitete Klöße)
    • das Fleisch ist noch [ganz] roh (überhaupt nicht gar)
    • Gemüse roh essen
    1. nicht bearbeitet, nicht verarbeitet

      Beispiele

      • rohes Holz, Erz, Material
      • rohe Bretter, Diamanten
      • rohe (ungegerbte) Felle
      • rohe Seide (Rohseide)
      • roher Zucker (Rohzucker)
      • rohe (nicht zugerittene, nicht eingefahrene) Pferde
      • eine Plastik aus dem rohen Stein arbeiten, meißeln
    2. ohne genaue, ins Einzelne gehende Be-, Verarbeitung, Ausführung; grob (2)

      Beispiele

      • ein roher Entwurf
      • nach roher (ungefährer) Schätzung
      • ein roh behauener Stein, roh zusammengeschlagener Schrank
      • <substantiviert>: die Arbeit ist im Rohen (in großen, in groben Zügen) fertig
    3. von der Haut entblößt, blutig

      Gebrauch

      veraltend

      Beispiel

      das rohe Fleisch kam zum Vorschein
  2. anderen gegenüber gefühllos und grob, sie körperlich oder seelisch verletzend

    Gebrauch

    abwertend

    Beispiele

    • ein roher Mensch
    • rohe Sitten, Umgangsformen, Worte, Späße
    • er hat das Schloss mit roher Gewalt (mit Gewalt und nicht mit den entsprechenden sachgerechten Mitteln) aufgekriegt
    • er ist sehr roh zu ihr, behandelt sie roh und gemein

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