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vor­neh­men

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: vor|neh|men

Bedeutungsübersicht

    1. (umgangssprachlich) nach vorn nehmen, bewegen
    2. (umgangssprachlich) vor eine bestimmte Stelle des Körpers [zum Schutz] bringen, halten
    1. den Entschluss fassen, etwas Bestimmtes zu tun
    2. (umgangssprachlich) im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit oder um seine Zeit sinnvoll auszufüllen, sich mit etwas, jemandem zu beschäftigen beginnen
    3. (umgangssprachlich) vorknöpfen
  1. (umgangssprachlich) jemanden bevorzugt an die Reihe kommen lassen
  2. (meist verblasst) durchführen

Synonyme zu vornehmen

Aussprache

Betonung: vornehmen🔉

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich nehme vorich nehme vor 
 du nimmst vordu nehmest vor nimm vor!
 er/sie/es nimmt vorer/sie/es nehme vor 
Pluralwir nehmen vorwir nehmen vor 
 ihr nehmt vorihr nehmet vor 
 sie nehmen vorsie nehmen vor 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich nahm vorich nähme vor
 du nahmst vordu nähmest vor, nähmst vor
 er/sie/es nahm vorer/sie/es nähme vor
Pluralwir nahmen vorwir nähmen vor
 ihr nahmt vorihr nähmet vor, nähmt vor
 sie nahmen vorsie nähmen vor
Partizip I vornehmend
Partizip II vorgenommen
Infinitiv mit zu vorzunehmen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. nach vorn nehmen, bewegen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • das linke Bein vornehmen
      • nehmt eure Stühle bitte mit vor
    2. vor eine bestimmte Stelle des Körpers [zum Schutz] bringen, halten

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      die Hand, ein Taschentuch vornehmen (vor den Mund halten)
    1. den Entschluss fassen, etwas Bestimmtes zu tun

      Grammatik

      sich vornehmen

      Beispiele

      • sie hatte sich [für diesen Tag] einiges, allerhand vorgenommen
      • ich habe mir [fest] vorgenommen, in Zukunft darauf zu verzichten
    2. im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit oder um seine Zeit sinnvoll auszufüllen, sich mit etwas, jemandem zu beschäftigen beginnen

      Grammatik

      sich vornehmen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      nimm dir doch ein Buch, eine Handarbeit vor
    3. vorknöpfen

      Grammatik

      sich vornehmen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      den Bengel werde ich mir mal [gehörig] vornehmen!
  1. jemanden bevorzugt an die Reihe kommen lassen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    Privatpatienten werden nicht vorgenommen
  2. durchführen

    Gebrauch

    meist verblasst

    Beispiele

    • eine Änderung, Untersuchung vornehmen (etwas ändern, untersuchen)
    • an/bei jemandem eine Operation, einen Eingriff vornehmen (jemanden operieren)

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