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Recht, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: Recht

»recht« oder »Recht«?

Kleinschreibung:
  • der rechte Ort; der rechte Zeitpunkt
  • jetzt erst recht
  • so ist es recht; das ist [mir] durchaus, ganz, völlig recht; es soll mir recht sein
  • das ist nicht recht von dir
  • das geschieht ihm recht
  • es ist [nur] recht und billig; alles, was recht ist
  • man kann ihm nichts recht machen
  • gehe ich recht in der Annahme, dass …
Großschreibung:
Vgl. auch rechtens und zurechtbiegen, zurechtfinden usw.
  • das Recht, des Recht[e]s, die Rechte
  • bürgerliches Recht, öffentliches Recht
  • im Recht sein
  • von Rechts wegen
  • mit Recht, ohne Recht
  • etwas für Recht erkennen
  • nach Recht und Gewissen
  • Recht finden, Recht sprechen; sein Recht suchen, bekommen
  • das Recht anwenden, vertreten, verletzen, beugen
  • sein Recht fordern; auf sein Recht pochen; zu seinem Recht kommen
  • zu Recht; zu Recht bestehen, erkennen; sie ist zu Recht auf den zweiten Platz gekommen, aber sie ist allein gut zurechtgekommen, kommt allein gut zurecht
Groß- oder Kleinschreibung:
  • du hast recht oder Recht daran getan
  • recht oder Recht haben; aber nur: wie recht sie hat!; du hast ja so recht!; damit hat er völlig recht
  • recht oder Recht behalten
  • recht oder Recht bekommen
  • jemandem recht oder Recht geben

Bedeutungsübersicht

    1. Gesamtheit der staatlich festgelegten bzw. anerkannten Normen des menschlichen, besonders gesellschaftlichen Verhaltens; Gesamtheit der Gesetze und gesetzähnlichen Normen; Rechtsordnung
    2. (veraltet) Rechtswissenschaft, Jura
  1. berechtigter zuerkannter Anspruch; Berechtigung oder Befugnis
  2. Berechtigung, wie sie das Recht[sempfinden] zuerkennt

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Recht

Aussprache

Betonung: Rẹcht🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch reht

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Rechtdie Rechte
Genitivdes Rechtes, Rechtsder Rechte
Dativdem Rechtden Rechten
Akkusativdas Rechtdie Rechte

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Gesamtheit der staatlich festgelegten bzw. anerkannten Normen des menschlichen, besonders gesellschaftlichen Verhaltens; Gesamtheit der Gesetze und gesetzähnlichen Normen; Rechtsordnung

      Grammatik

      Genitiv: Rechts; ohne Plural

      Beispiele

      • gesetztes, positives Recht
      • deutsches, römisches Recht
      • bürgerliches Recht (Zivilrecht)
      • öffentliches Recht (das Recht, das das Verhältnis des Einzelnen zur öffentlichen Gewalt und ihren Trägern sowie deren Verhältnis zueinander regelt)
      • kanonisches Recht (katholisches Kirchenrecht)
      • das Recht anwenden, handhaben, vertreten, missachten, verletzen, brechen, mit Füßen treten
      • das Recht beugen (als Richter bzw. Gericht willkürlich verdrehen)
      • gegen/wider das Recht, nach dem geltenden Recht handeln
      • gegen Recht und Gesetz verstoßen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • Recht sprechen (Gerichtsurteile fällen, richten)
      • von Rechts wegen (eigentlich)
    2. Rechtswissenschaft, Jura

      Grammatik

      Pluraletantum

      Gebrauch

      veraltet

      Beispiel

      die Rechte studieren
  1. berechtigter zuerkannter Anspruch; Berechtigung oder Befugnis

    Beispiele

    • ein verbrieftes, unveräußerliches, unabdingbares Recht
    • die demokratischen, die elterlichen Rechte
    • das Recht des Stärkeren
    • das ist sein [gutes] Recht
    • das Recht auf Arbeit, auf Unverletzlichkeit der Person
    • das Recht [dazu] haben, etwas zu tun, zu verlangen
    • dazu hat sie kein Recht
    • nur sein/nichts als sein Recht wollen
    • ältere Rechte an, auf etwas haben als jemand
    • ein Recht geltend machen
    • sein Recht suchen, fordern, behaupten, finden, bekommen
    • seine Rechte überschreiten
    • jemandem die staatsbürgerlichen Rechte aberkennen
    • jemandem besondere Rechte [auf etwas] einräumen
    • seine Rechte veräußern, verkaufen
    • jemandes Rechte wahren, wahrnehmen, verletzen, antasten, anfechten
    • jemandem ein Recht zugestehen, absprechen, verwehren, streitig machen
    • jemandem ein Recht verleihen, geben, übertragen, nehmen, verweigern, entziehen
    • sich ein Recht aneignen, vorbehalten
    • sich das Recht zu etwas nehmen
    • [Vermerk in Druck-Erzeugnissen:] alle Rechte vorbehalten (Recht auf Abdruck, Verfilmung usw. vorbehalten)
    • auf seinem Recht bestehen
    • jemandem zu seinem Recht verhelfen
    • mit welchem Recht hat er das getan?
    • von seinem Recht Gebrauch machen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • sein Recht fordern/verlangen (gebührende Berücksichtigung [er]fordern)
    • zu seinem Recht kommen (gebührend berücksichtigt werden)
    • auf sein Recht pochen (mit Nachdruck auf seinem Recht bestehen)
    • gleiche Rechte, gleiche Pflichten
  2. Berechtigung, wie sie das Recht[sempfinden] zuerkennt

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • das Recht war auf ihrer Seite
    • etwas mit [gutem, vollem] Recht tun, behaupten können
    • nach Recht und Gewissen handeln

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • etwas für Recht erkennen (Amtssprache: etwas durch Gerichtsurteil entscheiden)
    • im Recht (in der Stellung, Lage desjenigen, der das Recht 1, 3 auf seiner Seite hat bzw. der Recht hat: sich im Recht fühlen; im Recht sein)
    • mit/zu Recht (mit Recht, mit Grund)
    • Recht daran tun (recht 1b)
    • Recht haben (recht 1b)
    • Recht behalten (recht 1b)
    • jemandem Recht geben (recht 1b)
    • Recht bekommen (recht 1b)
    • was Recht ist, muss Recht bleiben
    • Recht muss Recht bleiben (nach Psalm 94, 15)
    • gleiches Recht für alle

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