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Fet­zen, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Fet|zen

Bedeutungsübersicht

    1. unregelmäßig abgerissenes Teilstück eines dünnen Materials, besonders Stoff, Papier
    2. zusammenhangloses Stück von etwas; Ausschnitt
    1. (umgangssprachlich abwertend) billiges, schlecht sitzendes Kleid
    2. (österreichisch veraltend) Arbeitsschürze
    3. (österreichisch umgangssprachlich abwertend) Scheuerlappen; Staubtuch
  1. (besonders tirolisch salopp) schlechte Schulnote
  2. (österreichisch umgangssprachlich) Rausch

Synonyme zu Fetzen

Aussprache

Betonung: Fẹtzen
Lautschrift: [ˈfɛtsn̩]

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Fetzendie Fetzen
Genitivdes Fetzensder Fetzen
Dativdem Fetzenden Fetzen
Akkusativden Fetzendie Fetzen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. unregelmäßig abgerissenes Teilstück eines dünnen Materials, besonders Stoff, Papier

      Herkunft

      mittelhochdeutsch vetze, zu: vassen (fassen) in der Bedeutung »kleiden«, vgl. altisländisch fǫt = Kleider, Plural von: fat = Gefäß; Decke

      Beispiele

      • ein Fetzen Papier
      • etwas in Fetzen [zer]reißen
      • die Haut ging ihm in Fetzen runter
      • etwas geht in Fetzen (umgangssprachlich; zerreißt)
      • … dass die Fetzen fliegen (umgangssprachlich; rücksichtslos, hart)
      • wir mussten arbeiten, dass die Fetzen [nur so] flogen
    2. zusammenhangloses Stück von etwas; Ausschnitt

      Beispiel

      nur Fetzen eines Gesprächs, von Tanzmusik waren zu hören
    1. billiges, schlecht sitzendes Kleid

      Gebrauch

      umgangssprachlich abwertend

    2. Arbeitsschürze

      Gebrauch

      österreichisch veraltend

    3. Scheuerlappen; Staubtuch

      Gebrauch

      österreichisch umgangssprachlich abwertend

  1. schlechte Schulnote

    Gebrauch

    besonders tirolisch salopp

  2. Rausch

    Gebrauch

    österreichisch umgangssprachlich

    Beispiel

    er hat einen ganz schönen Fetzen

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