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Hose

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Ho­se, die

Wortart: Substantiv, feminin

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
Ho|se

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Aussprache

Betonung:
Ho̲se

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Herkunft

mittelhochdeutsch hose, althochdeutsch hosa = Bekleidung der (Unter)schenkel samt den Füßen, in germanischer Zeit wahrscheinlich Bezeichnung für die mit Riemen um die Unterschenkel geschnürten Tuch- oder Lederlappen; eigentlich = Hülle, Bedeckendes

Grammatik

  Singular Plural
Nominativ die Hose die Hosen
Genitiv der Hose der Hosen
Dativ der Hose den Hosen
Akkusativ die Hose die Hosen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Kleidungsstück, das den Körper von der Taille an abwärts und jedes der Beine ganz oder teilweise bedeckt
      Jeanshose - © Klaus Eppele - Fotolia.com
      Jeanshose - © Klaus Eppele - Fotolia.com

      Grammatik

      häufig auch im Plural mit singularischer Bedeutung

      Beispiele

      • eine enge Hose
      • ein Paar neue Hosen
      • sie trägt Hosen
      • die Hose (die Hosenbeine) hochkrempeln
      • das Kind hat die, seine Hose vollgemacht, hat in die Hose, Hosen gemacht
      • in die Hosen schlüpfen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • tote Hose (besonders Jugendsprache: Ereignislosigkeit, Schwunglosigkeit: in unserem Dorf ist echt tote Hose; nach der Halbzeit herrschte tote Hose)
      • jemandem geht die Hose mit Grundeis (Arsch)
      • jemandes Hosen sind voll (salopp: jemand hat große Angst)
      • [zu Hause, daheim] die Hosen anhaben (umgangssprachlich: [im Haus] bestimmend sein, Macht ausüben)
      • die Hosen runterlassen (salopp: etwas bisher Verschwiegenes preisgeben, die Wahrheit bekennen)
      • die Hose, Hosen [gestrichen] voll haben (salopp: große Angst haben)
      • jemandem die Hosen stramm ziehen/strammziehen (familiär: jemandem Schläge aufs Gesäß geben)
      • sich auf die Hosen setzen (familiär: ernsthaft anfangen zu lernen)
      • [einen] auf dicke Hose machen (salopp: großspurig sein, sich aufspielen; nach dem Bild des gut gefüllten Portemonnaies, das die Hosentasche ausbeult)
      • in die Hose/Hosen gehen (salopp: sich nicht realisieren lassen; misslingen)
      • sich [vor Angst] in die Hose/Hosen machen (salopp: große Angst haben)
      • mit jemandem in die Hosen müssen (schweizerisch: sich mit jemandem im Kampf messen müssen; nach der besonderen Kleidung, die beim Schwingen üblich ist)
      • Hosen runter! (Skat: beim Null ouvert an den Spieler gerichtete Aufforderung, die Karten aufzudecken)
    2. Schlüpfer, Unterhose
      © Roman Sigaev - Fotolia.com
      © Roman Sigaev - Fotolia.com
  1. in verschiedener Weise ausgebildete Muskelpartie am Schenkel der Hinterhand besonders beim Pferd

    Grammatik

    Pluraletantum

    Gebrauch

    Zoologie

    Beispiel

    das Pferd hat gute Hosen
  2. starke Befiederung der Beine bei bestimmten Greifvögeln (z. B. Adlern, Falken)
    Falke mit Hose - © Bibliographisches Institut, Berlin
    Falke mit Hose - © Bibliographisches Institut, Berlin

    Gebrauch

    Zoologie

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