Arsch, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Gebrauch: derb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: Arsch

Bedeutungsübersicht

  1. Gesäß
  2. (oft als Schimpfwort) Trottel, Dummkopf

Synonyme zu Arsch

Gesäß, Steiß; (umgangssprachlich) Hinterer, Hintern, Hinterpartie, Hinterseite, Hinterster, Hinterteil, Hinterviertel; (salopp) Hinterkastell, Kiste; (familiär) Po, Podex, Popo; (scherzhaft) Kehrseite; (umgangssprachlich scherzhaft) Gegenteil, Hintergestell, Sitzfläche; (salopp scherzhaft) Sitzfleisch; (scherzhaft verhüllend) verlängerter Rücken; (umgangssprachlich scherzhaft verhüllend) Allerwertester; (landschaftlich) Tokus; (landschaftlich scherzhaft) Hintersteven; (bildungssprachlich scherzhaft veraltet) Posteriora; (besonders schlesisch) Dups; (norddeutsche Kindersprache) Pöker, Pöks

Aussprache

Betonung: Ạrsch🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch ars, ursprünglich wohl = Erhebung; vorstehender Körperteil

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Arschdie Ärsche
Genitivdes Arsches, Arschsder Ärsche
Dativdem Arschden Ärschen
Akkusativden Arschdie Ärsche

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Gesäß

    Beispiele

    • ein fetter Arsch
    • auf den Arsch fallen
    • jemandem in den Arsch treten

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jemandem geht der Arsch auf/mit Grundeis (derb: jemand hat große Angst; Grundeis ist die unterste Eisschicht auf dem Boden von Gewässern, die bei Tauwetter polternd losbricht; jemandem, der große Angst hat, rumort es in den Eingeweiden wie in einem Fluss, der mit Grundeis geht)
    • den Arsch offen haben (derb: nicht recht bei Verstand sein; drückt Kritik an jemandes Verhalten aus)
    • den Arsch zukneifen (derb: sterben)
    • sich <Dativ> den Arsch abfrieren (derb: sehr frieren)
    • einen kalten Arsch kriegen (derb: sterben)
    • einen kalten Arsch haben (derb: tot, gestorben sein)
    • sich <Dativ> den Arsch aufreißen (derb: sich sehr anstrengen)
    • jemandem den Arsch aufreißen (derb: jemanden hart herannehmen, drillen)
    • jemanden am Arsch haben/kriegen (derb: 1. jemanden zu etwas weniger Angenehmem heranziehen. 2. jemanden zur Rechenschaft ziehen, eines Vergehens überführen.)
    • am Arsch der Welt (derb: am Ende der Welt, sehr abgelegen: sie wohnt am Arsch der Welt)
    • leck mich am Arsch! (derb: lass mich in Ruhe!)
    • sich <Dativ> etwas am Arsch abfingern können (derb: sich etwas denken können)
    • sich auf den Arsch setzen (derb: 1. fleißig lernen, arbeiten. 2. aufs Gesäß fallen. 3. völlig überrascht sein.)
    • jemandem in den Arsch kriechen (derb: sich in würdeloser Form unterwürfig-schmeichlerisch einem anderen gegenüber zeigen)
    • sich in den Arsch beißen [können] (derb: sich sehr ärgern)
    • in den Arsch gehen (derb: danebengehen, misslingen: die Sache ist in den Arsch gegangen)
    • im/am Arsch sein (derb: verdorben, zerstört, vernichtet sein: das Auto ist im Arsch)
    • mit Arsch in der Hose (derb: mutig, couragiert)
    • [einen] Arsch in der Hose haben (derb: mutig, couragiert)
  2. Trottel, Dummkopf

    Gebrauch

    oft als Schimpfwort

    Beispiele

    • dieser Arsch hat mir alles vermasselt
    • du feiger Arsch mit Ohren!

Blättern

↑ Nach oben