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Ge­fühl, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ge|fühl

Bedeutungsübersicht

  1. das Fühlen; (durch Nerven vermittelte) Empfindungen
  2. das Fühlen; psychische Regung, Empfindung des Menschen, die seine Einstellung und sein Verhältnis zur Umwelt mitbestimmt
    1. gefühlsmäßiger, nicht näher zu erklärender Eindruck; Ahnung
    2. Fähigkeit, etwas gefühlsmäßig zu erfassen; Gespür

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Gefühl

Aussprache

Betonung: Gefühl🔉

Herkunft

für spätmittelhochdeutsch gevūlichkeit, gevūlunge, zu fühlen

Grammatik

das Gefühl; Genitiv: des Gefühls (selten: -es), Gefühle
 SingularPlural
Nominativdas Gefühldie Gefühle
Genitivdes Gefühles, Gefühlsder Gefühle
Dativdem Gefühlden Gefühlen
Akkusativdas Gefühldie Gefühle

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. das Fühlen (1a); (durch Nerven vermittelte) Empfindungen

    Beispiele

    • ein prickelndes Gefühl
    • das Gefühl für warm und kalt, für glatt und rau
    • ein Gefühl des Schmerzes in der Magengegend spüren
    • kein Gefühl mehr in den Fingern haben
    • dem Gefühl nach (danach zu urteilen, wie es sich anfühlt) ist es Holz
  2. das Fühlen (2); psychische Regung, Empfindung des Menschen, die seine Einstellung und sein Verhältnis zur Umwelt mitbestimmt

    Beispiele

    • ein beglückendes, erhebendes, beängstigendes Gefühl
    • patriotische Gefühle
    • widerstrebende Gefühle bewegen jemanden
    • ein [heißes] Gefühl der Dankbarkeit, Angst überkommt, ergreift mich
    • (umgangssprachlich scherzhaft) ein Gefühl wie Weihnachten (ein Glücksgefühl)
    • seine Gefühle unterdrücken, beherrschen, zeigen, verbergen
    • zärtliche Gefühle für jemanden empfinden, hegen
    • ein Gefühl der Überlegenheit haben
    • jemandes Gefühle (Zuneigung) erwidern
    • ein Gefühl der Liebe, der Erleichterung, der Furcht, der Scham, des Hasses empfinden
    • kein Gefühl haben (keine Fähigkeit zur inneren Anteilnahme haben)
    • im Aufruhr, im Widerstreit der Gefühle
    • (ironisch) ein Film mit viel Gefühl (ein sentimentaler Film)
    • seinen Gefühlen Ausdruck geben
    • sich von seinen Gefühlen hinreißen lassen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • mit gemischten Gefühlen (nicht unbedingt mit Freude, sondern sowohl Freude als auch ein gewisses Unbehagen verspürend)
    • das höchste der Gefühle (umgangssprachlich: das Äußerste, was in Bezug auf etwas Bestimmtes möglich ist, sich machen, einrichten lässt: eine Stunde bleibe ich noch, das ist aber das höchste der Gefühle; aus Mozarts »Zauberflöte« [Text von K. L. Giesecke und J. E. Schikaneder])
    1. gefühlsmäßiger, nicht näher zu erklärender Eindruck; Ahnung

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • ein beklemmendes, undeutliches Gefühl
      • ein Gefühl haben, als ob es gleich losgeht
      • bei etwas ein ungutes Gefühl haben
      • er hatte das dunkle Gefühl, dass die Sache nicht gut gehen würde
      • ich habe das Gefühl/werde das Gefühl nicht los, dass sie uns etwas verschweigt

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      etwas im Gefühl haben (etwas instinktiv wissen)
    2. Fähigkeit, etwas gefühlsmäßig zu erfassen; Gespür

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • ein musikalisches Gefühl
      • ein Gefühl für Rhythmus, für Recht und Unrecht, ein feines, sicheres Gefühl für etwas haben
      • sich auf sein Gefühl verlassen
      • das muss man mit Gefühl machen
      • etwas nach Gefühl (nach grober Einschätzung, ohne genaue Berechnung oder Prüfung) tun

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      nach Gefühl und Wellenschlag (salopp scherzhaft: nach grober Einschätzung, ohne genaue Berechnung oder Prüfung)

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