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nie­der­träch­tig

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: nie|der|träch|tig

Bedeutungsübersicht

    1. (gehoben) in niedriger, gemeiner Weise danach trachtend, anderen Übles, Schaden zuzufügen
    2. (gehoben) von niederträchtiger Gesinnung zeugend, ihr entsprechend
    1. (umgangssprachlich) unangenehm groß, stark
    2. (umgangssprachlich) sehr, überaus

Synonyme zu niederträchtig

bösartig, böse, boshaft, gemein, hässlich, heimtückisch, hinterhältig, hinterlistig, [hunds]gemein, schändlich, schimpflich, schmählich, teuflisch; (gehoben) frevelhaft, ruchlos, verachtenswert, verwerflich; (bildungssprachlich) luziferisch, perfide, perniziös; (österreichisch und schweizerisch bildungssprachlich) perfid; (umgangssprachlich) fies, hintenrum, link; (abwertend) gehässig, infam, schäbig, schurkisch; (gehoben abwertend) nichtswürdig, schnöde; (umgangssprachlich abwertend) schofel; (besonders Rechtssprache) böswillig

Aussprache

Betonung: niederträchtig

Herkunft

spätmittelhochdeutsch nidertrehtic = gering geschätzt, verächtlich, 2. Bestandteil zu mittelhochdeutsch sich tragen = sich benehmen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. in niedriger, gemeiner Weise danach trachtend, anderen Übles, Schaden zuzufügen

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiel

      er ist niederträchtig
    2. von niederträchtiger (1a) Gesinnung zeugend, ihr entsprechend

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiel

      eine niederträchtige Unterstellung
    1. unangenehm groß, stark

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      die Schmerzen waren niederträchtig
    2. sehr, überaus

      Grammatik

      intensivierend bei Adjektiven und Verben

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      niederträchtig wehtun

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