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Wol­le, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Wol|le

Bedeutungsübersicht

    1. (besonders von Schafen) durch Scheren o. Ä. des Haars gewonnenes natürliches Produkt, das zu Garn versponnen wird
    2. aus Wolle gesponnenes Garn
    3. aus Wolle hergestelltes Gewebe o. Ä.
    1. (Jägersprache) Haarkleid von Hasen, Kaninchen, Schwarz- und Haarraubwild
    2. (Jägersprache) Flaum junger Wasservögel

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Wolle

Behaarung, Fell, Flaum, Haar, Kleid, Pelz

Aussprache

Betonung: Wọlle 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch wolle, althochdeutsch wolla, vielleicht eigentlich = die (Aus)gerupfte oder die Gedrehte, Gekräuselte

Grammatik

die Wolle; Genitiv: der Wolle, (Fachsprache:) Wollen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Wolle - Wolle von frisch gescherten Schafen
      Wolle von frisch gescherten Schafen - © CORBIS/Royalty-Free
      (besonders von Schafen) durch Scheren o. Ä. des Haars gewonnenes natürliches Produkt, das zu Garn versponnen wird

      Beispiele

      • Wolle waschen, spinnen
      • <in übertragener Bedeutung>: du musst dir mal deine Wolle scheren (umgangssprachlich scherzhaft; dein dichtes, langes, zottiges o. ä. Haar schneiden) lassen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • in der Wolle gefärbt [sein] (umgangssprachlich: etwas Bestimmtes in besonders ausgeprägter Form [sein]; ein überzeugter Vertreter von etwas [sein]; eigentlich von einem farbigen Stoff, der nicht erst als Tuch, sondern schon als unverarbeitete Wolle gefärbt worden ist)
      • [warm] in der Wolle sitzen (umgangssprachlich veraltend: in gesicherten Verhältnissen leben; früher stellte Schafwolle einen großen wirtschaftlichen Wert dar)
      • sich in die Wolle kriegen (umgangssprachlich: Streit miteinander bekommen, anfangen; [in dieser und in der folgenden Wendung steht „Wolle“ für das Kopfhaar des Menschen])
      • sich in der Wolle haben/liegen (umgangssprachlich: sich heftig streiten, zanken; [die beiden folgenden Wendungen knüpfen wohl an die heute nicht mehr gebräuchliche Bedeutung „Pflanzenhaar, flaumiger Blütenstand“ von „Wolle“ an; vgl. die veraltete Wendung „in der W. sein“ = zornig sein, eigentlich = ausschlagen, treiben (von Pflanzen):])
      • in die Wolle kommen/geraten (umgangssprachlich: wütend werden)
      • jemanden in die Wolle bringen (umgangssprachlich: jemanden ärgern, reizen, wütend machen)
    2. Wolle - Vier Knäuel Wolle
      Vier Knäuel Wolle - © lantapix - Fotolia.com
      aus Wolle gesponnenes Garn

      Beispiele

      • feine, dicke, rote, melierte, reine Wolle
      • ein Knäuel Wolle
      • die Wolle kratzt
      • die Wolle läuft weit, ist ergiebig
      • ein Pullover, Strümpfe aus Wolle
    3. aus Wolle hergestelltes Gewebe o. Ä.

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • ein Mantel, Anzug aus Wolle (Wollstoff)
      • der Stoff besteht aus reiner, ist reine Wolle
    1. Wolle - Wolle eines Kaninchens
      Wolle eines Kaninchens - © Bibliographisches Institut, Berlin
      Haarkleid von Hasen, Kaninchen, Schwarz- und Haarraubwild

      Gebrauch

      Jägersprache
    2. Flaum junger Wasservögel

      Gebrauch

      Jägersprache

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