Spiegel, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- Spie|gel
Bedeutungen
- (Medizin) Konzentration eines Stoffs im Blut, im Plasma oder im Serum
- (Schiffbau) senkrecht oder schräg stehende ebene Platte, die den hinteren Abschluss des Rumpfs eines Schiffs, Boots bildet
- schematische Darstellung, Übersicht
- (Druckwesen) Satzspiegel
- (im Mittelalter) meist in Prosa verfasstes, moralisch-religiöses, juristisches oder satirisches Werk (besonders in Titeln)
- innerstes Feld einer Zielscheibe
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Aussprache
- Betonung:
- Spi̲e̲gel
Herkunft
- mittelhochdeutsch spiegel, althochdeutsch spiagal, über das Romanische < lateinisch speculum, ↑Spekulum
Grammatik
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Spiegel | die Spiegel |
| Genitiv | des Spiegels | der Spiegel |
| Dativ | dem Spiegel | den Spiegeln |
| Akkusativ | den Spiegel | die Spiegel |
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
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Gegenstand aus Glas oder Metall, dessen glatte Fläche das, was sich vor ihr befindet, als Spiegelbild zeigt

Spiegel, der das Gesicht einer Frau zeigt - © Heinz Mahler, BerlinBeispiele
- ein runder, ovaler, rechteckiger, gerahmter Spiegel
- ein blanker, blinder, trüber, fleckiger, beschlagener Spiegel
- in den Spiegel sehen, gucken
- sich im Spiegel betrachten
- sie steht ständig vorm Spiegel (betrachtet sich aus Eitelkeit häufig im Spiegel)
- <in übertragener Bedeutung>: seine Romane sind ein Spiegel unserer Zeit, des mittelalterlichen Lebens
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
- jemandem den Spiegel vorhalten (jemanden deutlich auf seine Fehler hinweisen)
- sich <Dativ> etwas hinter den Spiegel stecken können (umgangssprachlich: 1. etwas behalten können [weil der Sprecher es nicht haben will, es verächtlich zurückweist]. 2. etwas beherzigen müssen.)
- sich <Dativ> etwas nicht hinter den Spiegel stecken (umgangssprachlich; durch eine scharfe Kritik o. Ä., besonders in einem Schriftstück, beschämt werden; nach der verbreiteten Gewohnheit, hübsche Bildchen, liebe Briefe, Postkarten o. Ä. so hinter den Rand des Spiegels zu klemmen, dass man sie täglich vor Augen hat)
- der Spiegel lügt nicht (im Spiegel sieht man sich so, wie man wirklich aussieht)
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Spekulum

© Alexander Hoffmann - Fotolia.comGebrauch
Medizin
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Gegenstand aus Glas oder Metall, dessen glatte Fläche das, was sich vor ihr befindet, als Spiegelbild zeigt
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Oberfläche eines Gewässers

Licht auf dem Spiegel eines Sees - © MEV Verlag, AugsburgBeispiel
der Spiegel des Sees glänzte in der Sonne, kräuselte sich im Wind -
Wasserstand

Fluss mit hohem Spiegel - © Bibliographisches Institut, Mannheim/Bild und Wort, Literatur- und Medienagentur, Hans-Joachim RechBeispiel
der Spiegel des Sees ist gesunken, ist seit gestern um 20 cm gestiegen
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Oberfläche eines Gewässers
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Konzentration eines Stoffs im Blut, im Plasma oder im Serum
Gebrauch
Medizin
Beispiel
beim Cholesterin sollte der Spiegel zwischen 120 und 250 mg pro 100 ml [Serum] liegen -
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seidener Rockaufschlag
Beispiel
die Spiegel des Fracks - andersfarbiger Besatz auf dem Kragen einer Uniform
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seidener Rockaufschlag
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(bei bestimmten Tieren, z. B. beim Reh-, Rot- und Damwild) heller Fleck um den After
Gebrauch
Zoologie, Jägersprache
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(bei bestimmten Vögeln, z. B. bei Enten) andersfarbige Zeichnung auf den Flügeln
Gebrauch
Zoologie, Jägersprache
-
(bei bestimmten Tieren, z. B. beim Reh-, Rot- und Damwild) heller Fleck um den After
-
senkrecht oder schräg stehende ebene Platte, die den hinteren Abschluss des Rumpfs eines Schiffs, Boots bildet
Gebrauch
Schiffbau
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schematische Darstellung, Übersicht
Beispiel
die Zeitschrift veröffentlicht jährlich einen Spiegel der Lebenshaltungskosten, der Mietpreise -
Satzspiegel

Seiten mit Spiegel - © Bibliographisches Institut, MannheimGebrauch
Druckwesen
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flaches, häufig mit Fresken o. Ä. verziertes mittleres Feld des Spiegelgewölbes
Gebrauch
Architektur
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Türfüllung
Gebrauch
Tischlerei
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flaches, häufig mit Fresken o. Ä. verziertes mittleres Feld des Spiegelgewölbes
-
(im Mittelalter) meist in Prosa verfasstes, moralisch-religiöses, juristisches oder satirisches Werk (besonders in Titeln)

Titelblatt eines Spiegels - © Bibliographisches Institut, MannheimBeispiel
die ersten deutschen Spiegel sind Rechtsbücher -
innerstes Feld einer Zielscheibe

Pfeil im Spiegel - © MEV Verlag, Augsburg








