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ver­stel­len

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: ver|stel|len

Bedeutungsübersicht

  1. [von seinem Platz wegnehmen und später] an einen falschen Platz stellen
    1. die Stellung, Einstellung von etwas verändern [sodass es danach falsch gestellt, eingestellt ist]
    2. in eine andere [falsche] Stellung gelangen, eine andere [falsche] Einstellung bekommen
    1. durch Aufstellen von Gegenständen unzugänglich, unpassierbar machen, versperren
    2. durch Im-Wege-Stehen unpassierbar oder unzugänglich machen, versperren
    3. (veraltet) weg-, beiseitestellen
    1. in der Absicht, jemanden zu täuschen, verändern
    2. sich anders stellen, geben, als man ist

Synonyme zu verstellen

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Aussprache

Betonung: verstẹllen
Lautschrift: [fɛɐ̯ˈʃtɛlən]

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich verstelleich verstelle 
 du verstellstdu verstellest verstell, verstelle!
 er/sie/es verstellter/sie/es verstelle 
Pluralwir verstellenwir verstellen 
 ihr verstelltihr verstellet
 sie verstellensie verstellen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich verstellteich verstellte
 du verstelltestdu verstelltest
 er/sie/es verstellteer/sie/es verstellte
Pluralwir verstelltenwir verstellten
 ihr verstelltetihr verstelltet
 sie verstelltensie verstellten
Partizip I verstellend
Partizip II verstellt
Infinitiv mit zu zu verstellen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. [von seinem Platz wegnehmen und später] an einen falschen Platz stellen

    Beispiel

    das Buch muss jemand verstellt haben
    1. die Stellung, Einstellung von etwas verändern [sodass es danach falsch gestellt, eingestellt ist]

      Beispiele

      • wer hat meinen Wecker, den Rückspiegel verstellt?
      • der Sitz lässt sich [in der Höhe] verstellen
    2. in eine andere [falsche] Stellung gelangen, eine andere [falsche] Einstellung bekommen

      Grammatik

      sich verstellen

      Beispiel

      die Zündung hat sich verstellt
    1. durch Aufstellen von Gegenständen unzugänglich, unpassierbar machen, versperren (1a)

      Herkunft

      mittelhochdeutsch (sich) verstellen

      Beispiele

      • der Durchgang war mit Fahrrädern verstellt
      • jemandem den Weg verstellen (jemandem in den Weg treten und ihn aufhalten)
    2. durch Im-Wege-Stehen unpassierbar oder unzugänglich machen, versperren (1b)

      Herkunft

      mittelhochdeutsch (sich) verstellen

      Beispiele

      • der Wagen verstellt die Ausfahrt
      • ein Haus verstellt (nimmt) den Blick auf die Wiese
      • <in übertragener Bedeutung>: falsches Mitleid verstellt den Blick für die Probleme
    3. weg-, beiseitestellen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch (sich) verstellen

      Gebrauch

      veraltet

      Beispiel

      die alten verstellten Möbel
    1. in der Absicht, jemanden zu täuschen, verändern

      Herkunft

      mittelhochdeutsch (sich) verstellen

      Beispiel

      seine Stimme, Handschrift verstellen
    2. sich anders stellen (6), geben, als man ist

      Grammatik

      sich verstellen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch (sich) verstellen

      Beispiel

      sie hatte sich die ganze Zeit nur verstellt
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