Ge­vat­ter, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
░░░░
Aussprache:
Betonung
Gevatter

Rechtschreibung

Worttrennung
Ge|vat|ter

Bedeutungen (2)

  1. Gebrauch
    veraltet
    Beispiele
    • Gevatter stehen (das Amt des Taufpaten übernehmen)
    • jemanden zu Gevatter bitten (jemanden bitten, das Amt des Taufpaten zu übernehmen)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • bei etwas Gevatter stehen (veraltet scherzhaft: bei etwas Pate stehen)
  2. männliche Person, mit der man befreundet, verwandt oder bekannt ist
    Gebrauch
    veraltend, noch scherzhaft
    Beispiel
    • (dichterisch veraltet) Gevatter Tod
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Verwendung der Personenbezeichnung

In bestimmten Situationen wird die maskuline Form (z. B. Arzt, Mieter, Bäcker) gebraucht, um damit Personen aller Geschlechter zu bezeichnen. Bei dieser Verwendung ist aber sprachlich nicht immer eindeutig, ob nur männliche Personen gemeint sind oder auch andere. Deswegen wird seit einiger Zeit über sprachliche Alternativen diskutiert.

Herkunft

mittelhochdeutsch gevater(e), althochdeutsch gifatero, Lehnübersetzung von kirchenlateinisch compater = Taufpate, eigentlich = „Mitvater“

Grammatik

der Gevatter; Genitiv: des Gevatters, älter: Gevattern, Plural: die Gevattern

Singular Plural
Nominativ der Gevatter die Gevattern
Genitiv des Gevattern, Gevatters der Gevattern
Dativ dem Gevatter den Gevattern
Akkusativ den Gevatter die Gevattern
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