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klem­men

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: klem|men

Bedeutungsübersicht

  1. [durch Drücken] bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt, festgehalten wird
    1. in etwas, zwischen etwas zwängen
    2. sich quetschen
  2. beim Öffnen, Schließen, Ziehen, Schieben nur mit Mühe zu bewegen sein
  3. (salopp) bei günstiger Gelegenheit meist kleinere Dinge, die sich leicht mitnehmen lassen, stehlen

Synonyme zu klemmen

Aussprache

Betonung: klẹmmen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch klemmen, zu einem untergegangenen Verb mit der Bedeutung »zusammendrücken«

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich klemmeich klemme 
 du klemmstdu klemmest klemm, klemme!
 er/sie/es klemmter/sie/es klemme 
Pluralwir klemmenwir klemmen 
 ihr klemmtihr klemmet 
 sie klemmensie klemmen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich klemmteich klemmte
 du klemmtestdu klemmtest
 er/sie/es klemmteer/sie/es klemmte
Pluralwir klemmtenwir klemmten
 ihr klemmtetihr klemmtet
 sie klemmtensie klemmten
Partizip I klemmend
Partizip II geklemmt
Infinitiv mit zu zu klemmen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. [durch Drücken] bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt, festgehalten wird

    Beispiele

    • den Kneifer auf die Nase, die Klipse an die Ohren klemmen
    • die Handtücher unter den Arm klemmen
    • einen Zettel unter den Scheibenwischer klemmen
    • die Tasche zwischen die Beine klemmen
    • der Hund klemmt seinen Schwanz zwischen die Hinterbeine

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • sich hinter etwas klemmen (umgangssprachlich: um der Erreichung eines bestimmten Zieles willen etwas mit Nachdruck betreiben)
    • sich hinter jemanden klemmen (umgangssprachlich: bei jemandem Unterstützung, Hilfe zu erhalten suchen)
    1. in etwas, zwischen etwas zwängen

      Beispiele

      • den Fuß zwischen die Tür klemmen
      • sich auf die Bank, hinter das Lenkrad klemmen
    2. sich quetschen

      Beispiel

      ich habe mir den Finger, den Fuß geklemmt
  2. beim Öffnen, Schließen, Ziehen, Schieben nur mit Mühe zu bewegen sein

    Beispiele

    • die Tür, Schublade, der Reißverschluss klemmt
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) wo klemmt es denn? (was macht denn Schwierigkeiten?)
  3. bei günstiger Gelegenheit meist kleinere Dinge, die sich leicht mitnehmen lassen, stehlen

    Herkunft

    wahrscheinlich aus der Studentensprache, zur ursprünglichen Bedeutung »etwas mit der Faust packen«

    Gebrauch

    salopp

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