klem­men

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
🔉klemmen

Rechtschreibung

Worttrennung
klem|men

Bedeutungen (4)

  1. [durch Drücken] bewirken, dass etwas zwischen, auf, an, unter etwas festsitzt, festgehalten wird
    Beispiele
    • den Kneifer auf die Nase, die Klipse an die Ohren klemmen
    • die Handtücher unter den Arm klemmen
    • einen Zettel unter den Scheibenwischer klemmen
    • die Tasche zwischen die Beine klemmen
    • der Hund klemmt seinen Schwanz zwischen die Hinterbeine
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • sich hinter etwas klemmen (umgangssprachlich: um der Erreichung eines bestimmten Zieles willen etwas mit Nachdruck betreiben)
    • sich hinter jemanden klemmen (umgangssprachlich: bei jemandem Unterstützung, Hilfe zu erhalten suchen)
    1. in etwas, zwischen etwas zwängen
      Beispiele
      • den Fuß zwischen die Tür klemmen
      • sich auf die Bank, hinter das Lenkrad klemmen
    2. sich quetschen
      Beispiel
      • ich habe mir den Finger, den Fuß geklemmt
  2. beim Öffnen, Schließen, Ziehen, Schieben nur mit Mühe zu bewegen sein
    Beispiele
    • die Tür, Schublade, der Reißverschluss klemmt
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (umgangssprachlich) wo klemmt es denn? (was macht denn Schwierigkeiten?)
  3. bei günstiger Gelegenheit meist kleinere Dinge, die sich leicht mitnehmen lassen, stehlen
    Herkunft
    wahrscheinlich aus der Studentensprache, zur ursprünglichen Bedeutung „etwas mit der Faust packen“
    Gebrauch
    salopp

Herkunft

mittelhochdeutsch klemmen, zu einem untergegangenen Verb mit der Bedeutung „zusammendrücken“

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

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