packen
Wortart: schwaches Verb
Bedeutungsübersicht
- mit festem Griff oder Biss fassen und festhalten
- (besonders von einem Gefühl, einer Gemütsbewegung, [körperlichen] Veränderung) heftig von jemandem Besitz ergreifen, jemanden überkommen
- jemandes Interesse, Aufmerksamkeit stark in Anspruch nehmen, fesseln
- auf jemanden einwirken und ihn zu einem bestimmten Verhalten veranlassen
- (umgangssprachlich) (mit den verfügbaren Kräften, mit äußerster Anstrengung) bewältigen
- (salopp) begreifen, verstehen
- (umgangssprachlich) sich fortscheren
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Synonyme zu packen
- einpacken, zusammenpacken
- einräumen, unterbringen
- anpacken, erfassen, ergreifen, fassen, festhalten, greifen, in die Hand nehmen; (umgangssprachlich) schnappen
- eine Gänsehaut bekommen, erschauern lassen, überkommen
- begeistern, bezaubern, entzücken, faszinieren, fesseln, hinreißen, in Begeisterung versetzen; (bildungssprachlich) enthusiasmieren; (umgangssprachlich) bezirzen, den Kopf verdrehen
- bewältigen, Erfolg haben, erreichen, fertigbringen, schaffen; (umgangssprachlich) auf die Reihe bringen/kriegen, hinbekommen, hinkriegen, managen, schmeißen, über die Bühne bringen; (salopp) schaukeln; (besonders Papierdeutsch) bewerkstelligen
- begreifen, erkennen, verstehen; (umgangssprachlich) auf den [richtigen] Trichter kommen, durchblicken, kapieren, mitkommen, mitkriegen, schalten, wegkriegen; (salopp) checken, durchsteigen, raffen, schnallen, ticken; (besonders Jugendsprache) blicken
Grammatik
- schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Bedeutungen und Beispiele
- mit etwas füllen, indem hineingetan wird, was nötig ist, was hineingehört
Herkunft
- aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch paken, zu Pack
Beispiele
- den Schulranzen packen
- seine Sachen packen (zusammenpacken, -legen und zum Transport in etwas unterbringen)
- <auch ohne Akkusativ-Objekt>: ich muss noch packen (Koffer o. Ä. für die Reise packen)
- <in übertragener Bedeutung>: etwas ist gepackt (umgangssprachlich; gedrängt) voll
- etwas irgendwohin legen, stecken, schieben und so dort unterbringen
Herkunft
- aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch paken, zu Pack
Beispiele
- Kleider in den Koffer packen
- etwas obenauf packen
- <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) die Kranke ins Bett packen
- mit etwas füllen, indem hineingetan wird, was nötig ist, was hineingehört
- mit festem Griff oder Biss fassen und festhalten
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Beispiele
- das Raubtier packt mit seinen Zähnen die Beute
- jemandes Arm, jemanden am Arm, beim Arm packen, gepackt halten
- <in übertragener Bedeutung>: der Sturm packte ihn und riss ihn zu Boden
- (besonders von einem Gefühl, einer Gemütsbewegung, [körperlichen] Veränderung) heftig von jemandem Besitz ergreifen, jemanden überkommen
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Beispiele
- Fieber packte sie
- von Entsetzen gepackt werden
- <oft unpersönlich>: es hat ihn gepackt (eine Krankheit, Leidenschaft o. Ä. hat von ihm Besitz ergriffen)
- jemandes Interesse, Aufmerksamkeit stark in Anspruch nehmen, fesseln (2)
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Beispiele
- er versteht es, seine Zuhörer zu packen
- <oft im 1. Partizip>: ein packender Roman
- ein packendes Finish
- auf jemanden einwirken und ihn zu einem bestimmten Verhalten veranlassen
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Beispiel
sie weiß genau, wo sie einen packen kann - (mit den verfügbaren Kräften, mit äußerster Anstrengung) bewältigen
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiele
- eine Prüfung packen
- das Brötchen packe ich nicht mehr (kann ich nicht mehr essen)
- packen wirs noch? (schaffen wir es noch rechtzeitig?)
- begreifen, verstehen
Herkunft
- gekürzt aus anpacken
Gebrauch
salopp
Beispiel
hast dus endlich gepackt?
- mit festem Griff oder Biss fassen und festhalten
- sich fortscheren
Grammatik
- sich packen
Herkunft
- eigentlich = sich bepacken, um fortzugehen
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
pack dich!
