Duden Suchbox

Gott

Verwenden Sie die folgende URL, um den Artikel zu zitieren:

http://www.duden.de/node/673094/revisions/1354283/view


Gott, der

Wortart: Substantiv, maskulin

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
Gott
Beispiele:
um Gottes willen; in Gottes Namen; Gott sei Dank!; Gott befohlen!; weiß Gott!; Gott[,] der Herr[,] hat …; grüß [dich] Gott!

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Gott

Aussprache

Betonung:
Gọtt

Zum Abspielen installieren Sie bitte den Adobe Flash Player.
Alternative: Als mp3 abspielen

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch got, Herkunft ungeklärt; vielleicht eigentlich = das (durch Zauberwort) angerufene Wesen oder = das (Wesen), dem (mit Trankopfer) geopfert wird

Grammatik

der Gott; Genitiv: des Gottes (selten in festen Wendungen: Gotts), Plural: die Götter
  Singular Plural
Nominativ der Gott die Götter
Genitiv des Gottes der Götter
Dativ dem Gott den Göttern
Akkusativ den Gott die Götter

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. (im Monotheismus, besonders im Christentum) höchstes übernatürliches Wesen, das als Schöpfer Ursache allen Geschehens in der Natur ist, das Schicksal der Menschen lenkt, Richter über ihr sittliches Verhalten und ihr Heilsbringer ist

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • der allmächtige, dreieinige, gütige, gerechte Gott
    • Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist
    • Gott, der Allmächtige
    • der liebe Gott
    • Gott der Herr
    • der Gott der Juden, der Christen, der Muslime
    • Gott ist barmherzig
    • das Reich Gottes
    • Gott segne dich!
    • Gott anbeten, [zum Zeugen] anrufen, lieben, loben, leugnen, lästern
    • (Wahlspruch der preußischen Könige) Gott mit uns!
    • so wahr mir Gott helfe
    • wie es Gott gefällt (nach Gottes Willen)
    • Gott sei Lob und Dank!
    • Gottes Segen, Wille
    • Gottes Wort (Offenbarung Gottes im Text der Heiligen Schrift)
    • in Gottes Hand sein
    • mit Gottes Hilfe
    • Gottes Sohn (Jesus)
    • vor Gottes Angesicht, Thron
    • die Mutter Gottes (Jesu als des Gottmenschen)
    • an Gott glauben
    • auf Gott vertrauen
    • bei Gott schwören
    • die Toten sind bei Gott
    • (Inschrift auf einem Grabstein) »Hier ruht in Gott …«
    • zu Gott beten, flehen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • [großer/allmächtiger/guter/mein] Gott [im Himmel]!, oh/ach [du lieber/mein] Gott! (Ausrufe der Verwunderung, Bestürzung, des Bedauerns o. Ä.)
    • [ach] Gott, … ([am Satzanfang als Ausdruck einer Überlegung] nun, …: [ach] Gott, ich kann nicht klagen)
    • grüß [dich, euch, Sie] Gott! (österreichisch, sonst landschaftliche Grußformel)
    • behüt dich Gott! (süddeutscher, österreichischer Abschiedsgruß)
    • vergelts Gott! (landschaftliche Dankesformel)
    • Gott behüte/bewahre; da sei Gott vor! (Ausrufe des Erschreckens, der Abwehr)
    • das walte Gott! (1. evangelische Religion; das möge Gott uns schenken!. 2. umgangssprachlich; Bekräftigungsformel.)
    • Gott steh mir/uns bei! (Ausruf des Erschreckens)
    • wollte/gebe Gott, dass … (hoffentlich ist es so, dass …)
    • Gott soll mich strafen, wenn [nicht] … (es ist bestimmt [nicht] wahr, dass …)
    • gnade dir usw. Gott! (umgangssprachlich Drohung)
    • Gott weiß (umgangssprachlich: keiner weiß, es ist ungewiss: sie hat es Gott weiß wem [alles] erzählt; Gott weiß, wann sich das ändert)
    • Gott verdamm mich (derber Fluch)
    • so Gott will (umgangssprachlich: wenn nichts dazwischenkommt)
    • jemanden hat Gott im Zorn erschaffen (jemand ist hässlich, unsympathisch)
    • wie Gott jemanden geschaffen hat (scherzhaft: nackt)
    • Gott hab ihn, sie usw. selig (er, sie usw. ist nun auch schon gestorben; als Einschub nach der Nennung einer verstorbenen Person: unser lieber Freund, Gott hab ihn selig, hat davon nichts gewusst)
    • leben wie Gott in Frankreich (umgangssprachlich: im Überfluss, sorglos leben; vielleicht vermischt aus den älteren Wendungen »leben wie ein Gott« und »leben wie ein Herr [= ein Geistlicher] in Frankreich«, wobei Letztere auf das Wohlleben der französischen Geistlichkeit im Mittelalter anspielt)
    • jemandes Gott sein (von jemandem als sein höchstes Gut betrachtet und aus einem übersteigerten Empfinden heraus abgöttisch geliebt werden: er, das Geld ist ihr Gott)
    • helf Gott! (Zuruf an einen Niesenden; nach der Vorstellung, dass beim Niesen etwas Böses aus dem Menschen heraus- oder in ihn hineinfahre)
    • Gott und die Welt (alles Mögliche, alle möglichen Leute: sie kennt Gott und die Welt)
    • den lieben Gott einen guten Mann sein lassen (umgangssprachlich: unbekümmert seine Zeit verbringen; d. h. also, sich Gott nicht als Rachegott vorstellen)
    • dass Gott erbarm (umgangssprachlich: erbärmlich schlecht: sie spielte, sang, dass Gott erbarm; gelegentlich als Beurteilung einer Leistung)
    • Gott sei Dank! (umgangssprachlich: Ausruf der Erleichterung)
    • Gott seis getrommelt und gepfiffen! (umgangssprachlich scherzhaft: freudiger Ausruf sichtlicher Erleichterung)
    • Gott seis geklagt! (umgangssprachlich: leider!)
    • Gott befohlen! (gehoben veraltend: Abschiedsgruß)
    • dem lieben Gott den Tag stehlen (umgangssprachlich: seine Zeit unnütz verbringen)
    • um Gottes/(besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch selten:) Gotts willen (1. Ausruf des Schreckens, der Abwehr. 2. Ausdruck einer dringenden Bitte.)
    • in Gottes/(besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch selten:) Gotts Namen (umgangssprachlich: wie sehnlich gewünscht; meinetwegen: soll sie sich doch in Gottes Namen eine eigene Wohnung nehmen)
    • leider Gottes/(besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch selten:) Gotts (umgangssprachlich: bedauerlicherweise)
    • seinen Frieden mit Gott machen (sich vor dem Sterben in Gottes Willen ergeben)
    • jemand ist [wohl] ganz und gar von Gott verlassen! (umgangssprachlich: Ausruf der Missbilligung)
    • von Gottes/(besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch selten:) Gotts Gnaden (Geschichte: durch die besondere Güte Gottes: ein Herrscher von Gottes Gnaden; Übersetzung von lateinisch gratia dei)
    • jemanden, etwas zu seinem Gott machen (jemanden, etwas als sein höchstes Gut betrachten und aus einem übersteigerten Empfinden heraus abgöttisch lieben)
    • weiß Gott (wahrhaftig, wirklich, gewiss: das wäre weiß Gott nicht nötig gewesen)
    • was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden (in Bezug auf die EheMatthäus 19, 6)
    • hilf dir selbst, so hilft dir Gott
    • wer Gott vertraut, hat wohl gebaut/hat nicht auf Sand gebaut
    • Gottes Mühlen mahlen langsam [mahlen aber trefflich fein] (für sein unrechtes, böses Tun wird man schließlich doch von Gott gestraft)
  2. (im Polytheismus) kultisch verehrtes übermenschliches Wesen als personal gedachte Naturkraft, sittliche Macht

    Beispiele

    • heidnische Götter
    • die griechischen, germanischen Götter
    • der Gott des Krieges
    • Schönheit ist ein Geschenk der Götter (ein herrliches Geschenk, mit dem jemand von der Natur bedacht werden, das jemand aber nicht erwerben kann)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • wie ein junger Gott (strahlend, großartig: wie ein junger Gott spielen, tanzen)
    • das wissen die Götter (umgangssprachlich: das ist ganz ungewiss)
    • Götter in Weiß (umgangssprachlich ironisch: Halbgott 2)

AdPlace (Wörterbuch) 4 unten

AdPlace (Wörterbuch) 2 rechts

Grundschullexikon

Grundschullexikon

 


lieferbar in 2-6 Tagen ab 24,99 €

Preise inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten

AdPlace (Wörterbuch) 3 rechts