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sein

Wortart: Pronomen
Häufigkeit: ▮▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: sein

Bedeutungsübersicht

    1. in Beispielen wie »sein Hut, seine Jacke, seine Kinder«
    2. in Beispielen wie »das ist nicht mein Messer, sondern sein[e]s«
  1. (gehoben) in Beispielen wie »er fuhr zu den Seinen/seinen«

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Aussprache

Betonung: sein🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch sīn

Grammatik

Possessivpronomen; bezeichnet die Zugehörigkeit zu einer Person oder Sache, die mit einem Maskulinum (a) oder Neutrum (1b) bezeichnet wird

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. in Beispielen wie »sein Hut, seine Jacke, seine Kinder«

      Grammatik

      vor einem Substantiv

      Beispiele

      • sein Hut
      • seine Jacke
      • seine Kinder
      • (gehoben) Seine Majestät, der Kaiser
      • einer seiner Freunde/von seinen Freunden
      • er hat seinen Zug (den Zug, mit dem er fahren wollte, mit dem er zu fahren pflegt) verpasst
      • sie geht in seine Klasse (in die Klasse, in die auch er geht)
      • er mit seinem (umgangssprachlich; mit dem von ihm gewohnten) ewigen Genörgel
    2. in Beispielen wie »das ist nicht mein Messer, sondern sein[e]s«

      Beispiele

      • <ohne Substantiv>: das Buch ist sein (landschaftlich; gehört ihm)
      • das ist nicht mein Messer, sondern seins/(gehoben:) seines
  1. in Beispielen wie »er fuhr zu den Seinen/seinen«

    Grammatik

    mit Artikel

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiele

    • ich hatte meine Werkzeuge vergessen und benutzte die seinen
    • er fuhr zu den Seinen/seinen (zu seiner Familie, seinen Angehörigen)
    • er hat das Seine/seine (sein Teil; das, was er tun konnte) getan

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jedem das Seine/seine (jeder soll haben, was ihm zusteht, was er gerne möchte; vgl. suum cuique)
    • den Seinen/seinen gibts der Herr im Schlaf (manche Leute haben so viel Glück, dass sie ohne Anstrengung viel erreichen; Psalm 127, 2)

    Besonderer Hinweis

    Die Redewendung jedem das Seine, die in ihrer lateinischen Fassung suum cuique wahrscheinlich auf Cicero zurückgeht, wurde vom nationalsozialistischen Regime als Verhöhnung der Gefangenen im Konzentrationslager Buchenwald zynisch missbraucht: Man ließ sie von innen lesbar im geschmiedeten Eingangstor des Lagers anbringen. Sie sollte daher nicht unüberlegt gebraucht werden.

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