kei­len

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
░░░░
Aussprache:
Betonung
keilen

Rechtschreibung

Worttrennung
kei|len
Beispiel
sich keilen (umgangssprachlich für sich prügeln)

Bedeutungen (5)

    1. mit einem Keil spalten
      Gebrauch
      Fachsprache
      Beispiel
      • Bäume, Stämme keilen
    2. als Keil hineinschlagen
      Beispiel
      • einen Pflock in den Boden keilen
    1. sich durch eine dicht gedrängte Menge (Personen oder Dinge) drängen, schieben
      Grammatik
      sich keilen
      Beispiel
      • sich durch eine Menschenmenge keilen
    2. gewaltsam schieben, drängen
      Beispiel
      • die Menge keilte ihn in eine Ecke
  1. (von bestimmten Tieren) plötzlich mit dem Bein, dem Huf [aus]schlagen, zustoßen
    Beispiel
    • Vorsicht, das Pferd keilt gern!
  2. sich prügeln
    Herkunft
    in der übertragenen Bedeutung aus der Gaunersprache in die Studentensprache übernommen
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Grammatik
    sich keilen
    Beispiel
    • sie keilten sich [um die Bonbons]
    1. für einen Verein, eine bestimmte Gruppe, Partei o. Ä. anwerben, zu gewinnen versuchen
      Herkunft
      in der übertragenen Bedeutung aus der Gaunersprache in die Studentensprache übernommen
      Gebrauch
      umgangssprachlich
      Beispiele
      • Jugendliche für den Klub keilen
      • (Verbindungswesen) die Verbindung hat drei neue Füchse gekeilt
    2. [mit aggressiven Methoden] verkaufen, Kunden anwerben (z. B. für Versicherungen oder Zeitungsabonnements)
      Herkunft
      in der übertragenen Bedeutung aus der Gaunersprache in die Studentensprache übernommen
      Gebrauch
      österreichisch abwertend

Herkunft

spätmittelhochdeutsch kīlen = Keile eintreiben (um zu spalten oder zu befestigen)

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

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