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er­ken­nen

Wortart: unregelmäßiges Verb

Häufigkeit:

Rechtschreibung

Worttrennung:
er|ken|nen
Beispiele:
sich zu erkennen geben; auf eine Freiheitsstrafe erkennen (Rechtssprache als Urteil verkünden); ein noch nicht erkannter Fehler

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Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu erkennen

Aussprache

Betonung:
erkẹnnen

Herkunft

mittelhochdeutsch erkennen, althochdeutsch irchennan = geistig erfassen, sich erinnern, zu ↑kennen

Grammatik

unregelmäßiges Verb; Perfektbildung mit »hat«

Bedeutungen und Beispiele

  1. so deutlich sehen, dass jemand weiß, wen oder was er vor sich hat

    Beispiele

    • in der Dunkelheit niemanden erkennen können
    • hier sind noch Bremsspuren zu erkennen
    • der Stern ist gerade noch mit bloßem Auge zu erkennen
    1. aufgrund bestimmter Merkmale ausmachen, identifizieren

      Beispiele

      • seinen Freund [nicht gleich] erkennen
      • ich erkenne ihre Stimme, sie an der Stimme
      • ich gab mich als Deutscher/(veraltet:) Deutschen zu erkennen
      • sie gab sich zu erkennen (nannte ihren Namen)
    2. Klarheit über jemanden, etwas gewinnen; richtig einschätzen

      Beispiele

      • seinen Irrtum erkennen
      • etwas als falsch, als seine Pflicht erkennen
      • du bist erkannt (durchschaut)
  2. [mit einer Frau] Geschlechtsverkehr haben

    Herkunft

    biblische, auf den hebräischen Urtext zurückgehende Lehnübersetzung von lateinisch cognoscere feminam

    Gebrauch

    gehoben veraltet

    1. ein Urteil fällen, einen Beschluss verkünden

      Gebrauch

      Rechtssprache

      Beispiel

      die Richter erkannten auf Freispruch, auf eine Geldstrafe
    2. (als Schieds- oder Linienrichter[in]) entscheiden

      Gebrauch

      Sport

      Beispiel

      der Schiedsrichter erkannte auf Elfmeter
  3. (einem Konto eine Summe) gutschreiben

    Gebrauch

    Bankwesen

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