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wei­chen

Wortart: starkes Verb
Wort mit gleicher Schreibung: weichen (schwaches Verb)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: wei|chen
Beispiele: du wichst; du wichest; gewichen; weich[e]!

Bedeutungsübersicht

  1. sich von jemandem, etwas entfernen; weggehen
  2. (besonders einer Übermacht o. Ä.) Platz machen, das Feld überlassen
  3. (gehoben) allmählich nachlassen, seine Wirkung verlieren, schwinden, verschwinden

Synonyme zu weichen

Aussprache

Betonung: weichen
Lautschrift: [ˈvaɪ̯çn̩]

Herkunft

mittelhochdeutsch wīchen, althochdeutsch wīchan, eigentlich = ausbiegen, nachgeben, verwandt mit Weide

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »ist«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich weicheich weiche 
 du weichstdu weichest weich, weiche!
 er/sie/es weichter/sie/es weiche 
Pluralwir weichenwir weichen 
 ihr weichtihr weichet
 sie weichensie weichen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich wichich wiche
 du wichstdu wichest
 er/sie/es wicher/sie/es wiche
Pluralwir wichenwir wichen
 ihr wichtihr wichet
 sie wichensie wichen
Partizip I weichend
Partizip II gewichen
Infinitiv mit zu zu weichen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. sich von jemandem, etwas entfernen; weggehen

    Beispiele

    • jemandem nicht von der Seite/nicht von jemandes Seite weichen
    • er wich nicht von ihrem [Kranken]bett
    • sie wichen keinen Schritt von ihrem Weg
  2. (besonders einer Übermacht o. Ä.) Platz machen, das Feld überlassen

    Beispiele

    • der Gewalt, dem Feind weichen
    • <in übertragener Bedeutung>: die alten Bäume mussten einem Neubau weichen
  3. allmählich nachlassen, seine Wirkung verlieren, schwinden, verschwinden

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiel

    alle Unruhe war [von ihm] gewichen

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