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sie­den

Wortart: unregelmäßiges Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: sie|den
Beispiele: du sottest und siedetest; du söttest und siedetest; gesotten und gesiedet; sied[e]!; siedend heiß; gesottenes Fleisch

Bedeutungsübersicht

    1. (landschaftlich, Fachsprache) kochen
    2. (Kochkunst) so weit erhitzt sein, dass kleine Blasen aufsteigen, ohne dass es jedoch zu der fürs Kochen kennzeichnenden wallenden Bewegung kommt
    3. (landschaftlich) zum Kochen bringen
    1. (landschaftlich) kochen
    2. (landschaftlich) kochen
  1. (landschaftlich) kochen
  2. (landschaftlich) kochen
  3. (veraltet) durch Kochen einer Flüssigkeit herstellen, gewinnen
  4. (landschaftlich) kochen
  5. in »jemandem siedend heiß einfallen«

Synonyme zu sieden

Aussprache

Betonung: sieden🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch sieden, althochdeutsch siodan, Herkunft ungeklärt

Grammatik

unregelmäßiges und schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich siedeich siede 
 du siedestdu siedest sied, siede!
 er/sie/es siedeter/sie/es siede 
Pluralwir siedenwir sieden 
 ihr siedetihr siedet
 sie siedensie sieden 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich sottich sötte
 du sottestdu söttest
 er/sie/es sotter/sie/es sötte
Pluralwir sottenwir sötten
 ihr sottetihr söttet
 sie sottensie sötten
Partizip I siedend
Partizip II gesotten
Infinitiv mit zu zu sieden
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich siedeich siede 
 du siedestdu siedest siede!
 er/sie/es siedeter/sie/es siede 
Pluralwir siedenwir sieden 
 ihr siedetihr siedet
 sie siedensie sieden 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich siedeteich siedete
 du siedetestdu siedetest
 er/sie/es siedeteer/sie/es siedete
Pluralwir siedetenwir siedeten
 ihr siedetetihr siedetet
 sie siedetensie siedeten
Partizip I siedend
Partizip II gesiedet
Infinitiv mit zu zu sieden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. kochen (3a)

      Grammatik

      Fachsprache nur: siedete, gesiedet

      Gebrauch

      landschaftlich, Fachsprache

      Beispiele

      • Wasser siedet bei 100 °C
      • die Suppe ist siedend heiß (sehr heiß)
      • <in übertragener Bedeutung>: in ihm siedete es (er war sehr wütend)
    2. so weit erhitzt sein, dass kleine Blasen aufsteigen, ohne dass es jedoch zu der fürs Kochen (3a) kennzeichnenden wallenden Bewegung kommt

      Gebrauch

      Kochkunst

      Beispiel

      den Fisch in siedendem Wasser gar ziehen lassen
    3. zum Kochen bringen

      Gebrauch

      landschaftlich

      Beispiel

      Wasser sieden
    1. kochen (1a)

      Grammatik

      meist: sott, gesotten

      Gebrauch

      landschaftlich

      Beispiele

      • Eier sieden
      • <auch ohne Akkusativ-Objekt>: in der Küche wurde gebraten und gesotten
    2. kochen (1c)

      Grammatik

      meist: sott, gesotten

      Gebrauch

      landschaftlich

      Beispiele

      • etwas gar sieden
      • die Eier hart sieden
  1. kochen (3b)

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    die Kartoffeln müssen noch fünf Minuten sieden
  2. kochen (5)

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    Teer sieden
  3. durch Kochen einer Flüssigkeit herstellen, gewinnen

    Gebrauch

    veraltet

    Beispiel

    Salz, Seife sieden
  4. kochen (6)

    Grammatik

    meist: siedete, gesiedet

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    er siedete [vor Wut]
  5. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    jemandem siedend heiß einfallen (umgangssprachlich: jemandem zu seinem Schrecken wieder in die Erinnerung kommen als etwas, was er zu einer bestimmten Zeit erledigen o. Ä. sollte)

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