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schlup­fen

Wortart: schwaches Verb
Gebrauch: schweizerisch veraltet, süddeutsch, österreichisch
Häufigkeit: ▯▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: schlup|fen
Verwandte Form: schlüpfen

Bedeutungsübersicht

  1. sich gewandt und schnell [gleitend, durch eine Öffnung] in eine bestimmte Richtung bewegen
  2. etwas schnell, besonders mit gleitenden, geschmeidigen Bewegungen an-, aus-, überziehen
  3. sich aus dem Ei, der Puppe, der Larve herauslösen; ausschlüpfen, auskriechen

Synonyme zu schlupfen

anlegen, ausschlüpfen

Aussprache

Betonung: schlụpfen

Herkunft

mittelhochdeutsch slüpfen, slupfen, althochdeutsch slupfen, Intensivbildung zu schliefen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »ist«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich schlupfeich schlupfe 
 du schlupfstdu schlupfest schlupf, schlupfe!
 er/sie/es schlupfter/sie/es schlupfe 
Pluralwir schlupfenwir schlupfen 
 ihr schlupftihr schlupfet 
 sie schlupfensie schlupfen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich schlupfteich schlupfte
 du schlupftestdu schlupftest
 er/sie/es schlupfteer/sie/es schlupfte
Pluralwir schlupftenwir schlupften
 ihr schlupftetihr schlupftet
 sie schlupftensie schlupften
Partizip I schlupfend
Partizip II geschlupft
Infinitiv mit zu zu schlupfen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. sich gewandt und schnell [gleitend, durch eine Öffnung] in eine bestimmte Richtung bewegen

    Beispiele

    • durch den Zaun, unter die Decke schlupfen
    • die Maus schlüpfte aus dem Loch
    • <in übertragener Bedeutung>: die nasse Seife schlüpft (gleitet) mir aus der Hand
  2. etwas schnell, besonders mit gleitenden, geschmeidigen Bewegungen an-, aus-, überziehen

    Beispiele

    • in die Schuhe schlupfen
    • <in übertragener Bedeutung>: in die Rolle eines anderen schlupfen (die Rolle eines anderen geschickt übernehmen und sie ganz ausfüllen)
  3. sich aus dem Ei, der Puppe, der Larve herauslösen; ausschlüpfen, auskriechen

    Beispiel

    das Küken ist [aus dem Ei] geschlüpft

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