mau­scheln

Wortart:
schwaches Verb
Aussprache:
Betonung
mauscheln

Besonderer Hinweis

Im Abschnitt „Bedeutung“ finden Sie einen besonderen Hinweis zum Gebrauch dieses Wortes.

Rechtschreibung

Worttrennung
mau|scheln
Beispiel
ich mausch[e]le

Bedeutungen (2)

    1. unter der Hand in undurchsichtiger Weise Vorteile aushandeln, begünstigende Vereinbarungen treffen, Geschäfte machen
      Gebrauch
      umgangssprachlich, oft als diskriminierend empfunden
      Beispiel
      • im Gemeinderat wird viel gemauschelt
    2. beim [Karten]spiel betrügen
      Herkunft
      zu Mauscheln; wohl eigentlich = ein Glücksspiel spielen (und dabei betrügen)
      Gebrauch
      umgangssprachlich, oft als diskriminierend empfunden
      💡

      Besonderer Hinweis

      Das Verb mauscheln in den Bedeutungen „unter der Hand in undurchsichtiger Weise Vorteile aushandeln, begünstigende Vereinbarungen treffen, Geschäfte machen“ und „beim [Karten]spiel betrügen“ sowie Ableitungen davon sind eng mit antisemitischen Vorstellungen verbunden. Sie werden häufig als diskriminierend empfunden und sollten deshalb insbesondere im öffentlichen Sprachgebrauch unbedingt vermieden werden.

    1. Mauscheln spielen
    2. beim Mauscheln das Spiel übernehmen
      Beispiel
      • ich mausch[e]le!

Herkunft

aus gleichbedeutend Rotwelsch „mauscheln“, wohl nach dem für Nichtjuden unverständlichen Jiddisch; vgl. Mauschel

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

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