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es

Wortart: Pronomen
Wort mit gleicher Schreibung: es (Substantiv, Neutrum)
Häufigkeit: ▮▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: es
Beispiele: es sei denn, dass; [Regel 13]: er ists oder ist's; er sprachs oder sprach's; 's ist nicht anders; 's war einmal; [Regel 76]: das unbestimmte Es

Bedeutungsübersicht

    1. vertritt ein sächliches [Pro]nomen einschließlich der hinzukommenden Bestimmungen
    2. bezieht sich als Prädikatsnomen oder dazugehörendes Subjekt auf ein [Pro]nomen beliebigen Geschlechts (Singular oder Plural) oder auf ein Adjektiv
    1. bezieht sich auf das Prädikat (einschließlich Bestimmungen oder Ergänzungen) oder auf den Gesamtinhalt eines [Neben]satzes; das; dieses
    2. kündigt ein ins Mittel- oder Nachfeld des Satzes gerücktes (hervorzuhebendes) Subjekt an oder einen im Mittel- oder Nachfeld stehenden [verkürzten] Subjekt- oder Objektsatz; da; das
    3. bezieht sich unmittelbar auf einen gemeinten Sachverhalt
    1. bei Witterungsimpersonalien
    2. bei der unpersönlichen Darstellung eines Geschehens oder einer sich zeigenden, sich ergebenden Situation
    3. bei Zustands- und Artsätzen
    4. bei passivischer oder reflexiver Konstruktion (in der Bedeutung man + Aktiv)
  1. ist nur formales Objekt (bei bestimmten verbalen Verbindungen)

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Aussprache

Betonung: ẹs🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch eʒ; vgl. er

Grammatik

Personalpronomen; 3. Person Singular Neutrum Nominativ und Akkusativ

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. vertritt ein sächliches [Pro]nomen einschließlich der hinzukommenden Bestimmungen

      Grammatik

      bezeichnet etwas bereits Bekanntes, von dem die Rede ist oder sein soll

      Beispiele

      • schaut, es (= das Kaninchen) frisst!
      • es (= das Buch) ist sehr spannend
      • <zur hervorhebenden Wiederaufnahme oder Vorwegnahme eines Subjekts>: dieses umständliche Hin und Her, es ödete ihn an
      • da ist es wieder, dein Misstrauen
      • <Genitiv>: gedenke (gehoben:) seiner/(veraltet:) sein!
      • <Dativ>: das Tier hat Hunger, gib ihm etwas zu fressen!
      • das ist ein ganz neues Problem, bei ihm (bei Sachen häufiger: dabei) ist Folgendes zu beachten
      • <Akkusativ>: er hatte das Buch zu Ende gelesen und legte es weg
      • Mode für ihn, sie und es (= das Kind)
      • ein ungewöhnliches Urteil, aber man kann für es (bei Sachen öfter: dafür) schwerwiegende Gründe anführen
      • <zur hervorhebenden Wiederaufnahme oder Vorwegnahme eines Objekts>: ein armes Tier, wer sorgt für es?
      • da habe ich es endlich wieder, mein lange vermisstes Buch
    2. bezieht sich als Prädikatsnomen oder dazugehörendes Subjekt auf ein [Pro]nomen beliebigen Geschlechts (Singular oder Plural) oder auf ein Adjektiv

      Grammatik

      bezeichnet etwas bereits Bekanntes, von dem die Rede ist oder sein soll

      Beispiele

      • Paul war es, der das sagte
      • keiner will es (der Täter) gewesen sein
      • er ist wütend, und sie ist es auch
    1. bezieht sich auf das Prädikat (einschließlich Bestimmungen oder Ergänzungen) oder auf den Gesamtinhalt eines [Neben]satzes; das; dieses

      Beispiele

      • sie las ein Buch, und ich tat es auch
      • er hat zwar gesagt, er werde teilnehmen, es ist aber fraglich
      • du sagst es (du hast recht)
    2. kündigt ein ins Mittel- oder Nachfeld des Satzes gerücktes (hervorzuhebendes) Subjekt an oder einen im Mittel- oder Nachfeld stehenden [verkürzten] Subjekt- oder Objektsatz; da; das

      Beispiele

      • es fielen die ersten Tropfen
      • es war einmal ein König … (Märchenanfang)
      • es ist schön, dass Sie da sind
      • ich lehne es ab, alles noch mal zu sagen
      • <ursprünglich Genitiv>: er wurde es (dessen) müde, immer wieder darauf hinzuweisen
      • ich bin es leid, immer Kindermädchen zu spielen!
    3. bezieht sich unmittelbar auf einen gemeinten Sachverhalt

      Beispiele

      • halt, es (das) ist genug!
      • es ist gut so
      • wir haben es geschafft!
      • wollen wir es dabei belassen?
      • hören wir auf, ich bin es (gehoben; dessen) müde
    1. bei Witterungsimpersonalien

      Grammatik

      ist Subjekt in unpersönlichen Ausdrücken

      Beispiele

      • es regnet, es friert
      • es blitzt
    2. bei der unpersönlichen Darstellung eines Geschehens oder einer sich zeigenden, sich ergebenden Situation

      Grammatik

      ist Subjekt in unpersönlichen Ausdrücken

      Beispiele

      • es brennt!
      • es grünt und blüht
      • es knistert
      • es klopft [an der Tür]
      • es friert mich (ich friere) [an den Armen]
      • diesmal hat es mich getroffen (bin ich an der Reihe)
      • es hat ihn hart getroffen (er hat viele Krankheiten oder Schicksalsschläge durchzustehen)
    3. bei Zustands- und Artsätzen

      Grammatik

      ist Subjekt in unpersönlichen Ausdrücken

      Beispiele

      • es ist Nacht
      • es war schon spät
      • es wird wieder kälter
      • bald wird [es] dir wieder besser sein
    4. bei passivischer oder reflexiver Konstruktion (in der Bedeutung man + Aktiv)

      Grammatik

      ist Subjekt in unpersönlichen Ausdrücken

      Beispiele

      • es wurde [viel] gelacht
      • es darf nicht geraucht werden
      • hier wohnt es sich gut, lässt es sich gut wohnen (kann man gut wohnen)
  1. ist nur formales Objekt (bei bestimmten verbalen Verbindungen)

    Beispiele

    • er bekommt es mit mir zu tun
    • sie hat es gut
    • er meint es gut mit dir
    • sie hat es weit gebracht
    • er nimmt es mit jedem auf
    • sie hat es mit der Galle (umgangssprachlich; sie ist gallenleidend)

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