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ein­bil­den

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: ein|bil|den
Beispiel: du bildest dir die Geschichte nur ein

Bedeutungsübersicht

  1. sich (besonders auf die eigene Person Bezügliches) [fälschlich, unbegründeterweise als existierend] vorstellen, sich einreden; [irrtümlich] annehmen, von etwas überzeugt sein
  2. (landschaftlich) unbedingt haben wollen
  3. übermäßig, unangemessen, unberechtigterweise stolz sein, einen Dünkel haben

Synonyme zu einbilden

  • annehmen, sich ausdenken, sich ausmalen, sich einreden, fantasieren, nehmen, sich vorgaukeln, sich vormachen, sich vorstellen; (bildungssprachlich) imaginieren; (umgangssprachlich) sich zusammenreimen; (abwertend) spintisieren; (gehoben veraltend) sich dünken
  • sich beglückwünschen, den Kopf/die Nase hoch tragen, sich rühmen, sich schmeicheln; (gehoben) sich zugutehalten, sich zugutetun; (umgangssprachlich) einen Nagel im Kopf haben; (abwertend) einen Dünkel haben; (veraltend) eitel sein

Aussprache

Betonung: einbilden🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch īnbilden = (in die Seele) hineinprägen, dann: vorstellen

Grammatik

sich einbilden; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich bilde einich bilde ein 
 du bildest eindu bildest ein bild ein, bilde ein!
 er/sie/es bildet einer/sie/es bilde ein 
Pluralwir bilden einwir bilden ein 
 ihr bildet einihr bildet ein 
 sie bilden einsie bilden ein 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich bildete einich bildete ein
 du bildetest eindu bildetest ein
 er/sie/es bildete einer/sie/es bildete ein
Pluralwir bildeten einwir bildeten ein
 ihr bildetet einihr bildetet ein
 sie bildeten einsie bildeten ein
Partizip I einbildend
Partizip II eingebildet
Infinitiv mit zu einzubilden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. sich (besonders auf die eigene Person Bezügliches) [fälschlich, unbegründeterweise als existierend] vorstellen, sich einreden; [irrtümlich] annehmen, von etwas überzeugt sein

    Beispiele

    • du bildest dir Gefahren ein
    • er bildet sich ein, Napoleon zu sein/er sei Napoleon
  2. unbedingt haben wollen

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    das Kind hat sich (Dativ) eine Puppe eingebildet
  3. übermäßig, unangemessen, unberechtigterweise stolz sein, einen Dünkel haben

    Beispiele

    • er bildet sich viel [auf seine reichen Großeltern, auf seine Kenntnisse] ein
    • was bildest du dir eigentlich ein? (was denkst du dir, wie kommst du zu solch einer Unverschämtheit?)

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