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an­neh­men

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: an|neh|men

Bedeutungsübersicht

    1. etwas [gerne, ohne Bedenken] entgegennehmen, nicht zurückweisen
    2. mit etwas einverstanden sein, mit etwas übereinstimmen
    3. übernehmen
  1. seine Zustimmung geben, billigen
    1. sich etwas zu eigen machen, zulegen
    2. verblasst in Verbindung mit Substantiven, drückt aus, dass sich etwas in bestimmter Weise verändert, entwickelt
    1. aufnehmen, zulassen
    2. (umgangssprachlich) adoptieren
    3. (Zoologie) ein neugeborenes Junges als eigenes ansehen und ein entsprechendes Verhalten zeigen
  2. eindringen, haften lassen
    1. vermuten, meinen, glauben
    2. voraussetzen
  3. sich um jemanden, etwas kümmern
  4. (veraltend) sich etwas zu Herzen nehmen
    1. (Jägersprache) (eine Fährte) aufnehmen und ihr folgen
    2. (Jägersprache) (einen Wechsel) betreten
  5. (Jägersprache) (Futter) nicht verschmähen; fressen
  6. (Jägersprache) angreifen
  7. (Sport) den zugespielten Ball in seinen Besitz, unter Kontrolle bringen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu annehmen

Antonyme zu annehmen

ablehnen

Aussprache

Betonung: ạnnehmen🔉

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich nehme anich nehme an 
 du nimmst andu nehmest an nimm an!
 er/sie/es nimmt aner/sie/es nehme an 
Pluralwir nehmen anwir nehmen an 
 ihr nehmt anihr nehmet an 
 sie nehmen ansie nehmen an 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich nahm anich nähme an
 du nahmst andu nähmest an, nähmst an
 er/sie/es nahm aner/sie/es nähme an
Pluralwir nahmen anwir nähmen an
 ihr nahmt anihr nähmet an, nähmt an
 sie nahmen ansie nähmen an
Partizip I annehmend
Partizip II angenommen
Infinitiv mit zu anzunehmen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. etwas [gerne, ohne Bedenken] entgegennehmen, nicht zurückweisen

      Beispiele

      • ein Geschenk, Trinkgeld annehmen
      • einen Brief für den Nachbarn annehmen
      • einen Wechsel annehmen (einlösen)
      • Reiseschecks annehmen (umwechseln)
    2. mit etwas einverstanden sein, mit etwas übereinstimmen

      Beispiele

      • eine Einladung, jemandes Hilfe annehmen
      • eine Wette, die Herausforderung annehmen
      • das Urteil, die Methoden annehmen
      • die Bevölkerung hat die neue Einrichtung noch nicht angenommen (hat sich noch nicht damit vertraut gemacht)
      • <in übertragener Bedeutung>: die Vergangenheit annehmen (sich ihr stellen)
    3. übernehmen

      Beispiel

      eine Arbeit, einen Job annehmen
  1. seine Zustimmung geben, billigen

    Beispiele

    • eine Resolution annehmen
    • der Antrag wurde einstimmig angenommen
    1. sich etwas zu eigen machen, zulegen

      Beispiel

      schlechte Gewohnheiten, Starallüren, einen anderen Namen, ein Pseudonym annehmen
    2. verblasst in Verbindung mit Substantiven, drückt aus, dass sich etwas in bestimmter Weise verändert, entwickelt

      Beispiele

      • der Arbeitskampf nimmt immer schärfere Formen an
      • etwas nimmt unvorstellbare Ausmaße an
    1. aufnehmen, zulassen

      Beispiele

      • einen Bewerber annehmen
      • im Kindergarten nicht angenommen werden
    2. adoptieren

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      sie wollen ein kleines Mädchen annehmen
    3. ein neugeborenes Junges als eigenes ansehen und ein entsprechendes Verhalten zeigen

      Gebrauch

      Zoologie

      Beispiel

      das Lamm war von seiner Mutter nicht angenommen worden
  2. eindringen, haften lassen

    Beispiel

    dieser Stoff nimmt Farbe, Feuchtigkeit gut an
    1. vermuten, meinen, glauben

      Beispiele

      • mit Recht, ernstlich annehmen, dass …
      • er ist nicht, wie vielfach angenommen wird, der Autor
    2. voraussetzen

      Beispiele

      • etwas als Tatsache annehmen
      • <oft im 2. Partizip>: angenommen, dass …

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      das kannst du annehmen (umgangssprachlich: das ist sicher)
  3. sich um jemanden, etwas kümmern

    Grammatik

    sich annehmen

    Beispiele

    • sich der/(österreichisch meist:) um die Verletzten, der/(österreichisch meist:) um die Kinder annehmen
    • die Stadt will sich verstärkt der/(österreichisch meist:) um die Ausländerbetreuung annehmen
  4. sich etwas zu Herzen nehmen

    Grammatik

    sich annehmen

    Gebrauch

    veraltend

    Beispiel

    ich werde mir das annehmen
    1. (eine Fährte) aufnehmen und ihr folgen

      Gebrauch

      Jägersprache

      Beispiel

      eine Fährte annehmen
    2. (einen Wechsel) betreten

      Gebrauch

      Jägersprache

      Beispiel

      einen Wechsel annehmen
  5. (Futter) nicht verschmähen; fressen

    Gebrauch

    Jägersprache

    Beispiel

    Futter annehmen
  6. angreifen

    Gebrauch

    Jägersprache

    Beispiel

    jemanden, ein Tier annehmen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    jemanden [hart] annehmen (umgangssprachlich: attackieren)
  7. den zugespielten Ball in seinen Besitz, unter Kontrolle bringen

    Gebrauch

    Sport

    Beispiel

    den Ball annehmen

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