fehlen
Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- feh|len
- Beispiel:
- du fehlst
Bedeutungen
-
- nicht existieren, nicht vorhanden sein
- nicht zu jemandes Verfügung stehen; jemandem abgehen, mangeln
- (von Menschen) zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht an einer bestimmten Stelle sein, wo man eigentlich sein sollte; abwesend sein, ausbleiben
- [sehnlich] herbeigewünscht, vermisst werden
- nicht mehr da sein; verschwunden, verloren gegangen sein
- zur Erreichung eines bestimmten Zustandes erforderlich sein
- nicht in genügendem Ausmaß vorhanden sein, nicht ausreichen, zu knapp sein, mangeln
- (veraltet) nicht treffen, verfehlen
- (gehoben) eine Sünde begehen, etwas Unrechtes tun
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Synonyme zu fehlen
- nicht bestehen, nicht existieren/vorhanden sein
- abwesend/ausgeblieben/fort sein, ausfallen, fortbleiben, nicht anwesend/da/dabei sein, nicht erscheinen/kommen/teilnehmen, vermisst werden; (gehoben) fernbleiben, nicht beiwohnen, nicht zugegen sein; (umgangssprachlich) wegbleiben; (ironisch) durch Abwesenheit glänzen; (veraltet) absent sein
- herbeigewünscht/vermisst werden
- abgegangen sein, nicht mehr da sein, verloren gegangen sein, verschwunden sein
- benötigen, brauchen, erforderlich/nötig sein
- hapern, nicht ausreichen/genug haben, nicht in genügendem Ausmaß vorhanden sein, zu knapp sein; (gehoben) ermangeln, gebrechen; (oft gehoben) mangeln
- eine Sünde/Verfehlung begehen, etwas Böses tun, sich etwas zuschulden kommen lassen, gegen ein Gebot verstoßen, schuldig werden, sündigen; (gehoben) einen Fehltritt begehen/tun, etwas Unrechtes tun, freveln, Schuld auf sich laden, sich vergehen, sich versündigen; (veraltend) sich verfehlen
Aussprache
- Betonung:
- fe̲hlen
Herkunft
- mittelhochdeutsch vælen, vēlen < (alt)französisch fa(il)lir = verfehlen, sich irren < lateinisch fallere
Grammatik
- schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
-
nicht existieren, nicht vorhanden sein
Beispiele
- besondere Kennzeichen fehlen
- sie will dem Kind den fehlenden Vater ersetzen
-
nicht zu jemandes Verfügung stehen; jemandem abgehen, mangeln
Beispiele
- uns fehlt das Geld für eine Sommerreise
- ihr fehlt jeder Sinn für Humor
-
(von Menschen) zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht an einer bestimmten Stelle sein, wo man eigentlich sein sollte; abwesend sein, ausbleiben
Beispiele
- die Kinder haben schon öfter unentschuldigt gefehlt
- er fehlt schon eine Woche, seit einer Woche
- du hast die meiste Zeit, während der meisten Zeit gefehlt
-
[sehnlich] herbeigewünscht, vermisst werden
Beispiele
- du wirst/deine Hilfe wird mir sehr fehlen
- das Auto fehlte uns doch sehr
-
nicht mehr da sein; verschwunden, verloren gegangen sein
Beispiele
- an der Jacke fehlt ein Knopf (ist ein Knopf abgegangen)
- ihm fehlen zwei Zähne
- <in übertragener Bedeutung>: fehlt dir etwas? (fühlst du dich nicht wohl, bist du krank?)
-
zur Erreichung eines bestimmten Zustandes erforderlich sein
Beispiele
- noch drei Punkte fehlen [ihm] zum Sieg
- viel fehlte nicht/es fehlte nicht viel, und wir hätten Streit bekommen (beinahe hätten wir Streit bekommen)
- das hat mir gerade noch gefehlt! (ironisch; das kommt mir äußerst ungelegen!)
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
das fehlte [gerade] noch! (das wäre ja noch schöner, das kommt gar nicht infrage!)
-
nicht existieren, nicht vorhanden sein
-
nicht in genügendem Ausmaß vorhanden sein, nicht ausreichen, zu knapp sein, mangeln
Grammatik
- unpersönlich
Beispiele
- es fehlt uns am Nötigsten, an ausgebildeten Lehrern
- die Gastgeber ließen es an nichts fehlen (haben alles aufgeboten, um die Gäste zufriedenzustellen)
- an mir soll es nicht fehlen (ich bin [dazu] bereit, stelle mich [dazu] zur Verfügung)
-
nicht treffen, verfehlen
Gebrauch
veraltet
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
weit gefehlt! (Irrtum!; völlig falsch [eingeschätzt, vermutet, geraten]!) -
eine Sünde begehen, etwas Unrechtes tun
Gebrauch
gehoben
Beispiel
ich weiß, wie sehr ich gefehlt habe

