Miene, die
Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- Mie|ne
Nicht zu verwechseln sind Miene und Mine. Das einen Gesichtsausdruck bezeichnende Substantiv Miene wird mit -ie- geschrieben. Mit einfachem -i- schreibt sich Mine, das für einen unterirdischen Gang, einen Sprengkörper oder eine Kugelschreibereinlage steht.
Bedeutung
- in einer bestimmten Situation bestimmte Gefühle ausdrückendes Aussehen des Gesichts; Gesichtsausdruck
Beispiele
- ihre Miene hellte sich auf
- eine eisige Miene aufsetzen
- eine vergnügte Miene zur Schau tragen
- eine gekränkte Miene machen
- mit unbewegter Miene hörte er das Gerichtsurteil
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
- Miene machen, etwas zu tun (sich anschicken, etwas zu tun)
- gute Miene zum bösen Spiel machen (etwas wohl oder übel geschehen lassen, sich den Ärger nicht anmerken lassen; vielleicht nach französisch faire bonne mine à mauvais jeu [mit Bezug auf das Glücksspiel])
Aussprache
- Betonung:
- Mi̲e̲ne
Herkunft
- französisch mine, Herkunft ungeklärt; vielleicht zu bretonisch min = Schnauze, Schnabel
Grammatik
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Miene | die Mienen |
| Genitiv | der Miene | der Mienen |
| Dativ | der Miene | den Mienen |
| Akkusativ | die Miene | die Mienen |

