finster
Wortart: Adjektiv
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- fins|ter
- Beispiele:
- es wurde immer finst[e]rer; eine finst[e]re Nacht; finster dreinblicken; im Finstern tappen (auch für nicht Bescheid wissen)
Synonyme zu finster
- dunkel, düster, lichtlos, ohne Licht, [raben]schwarz; (umgangssprachlich) zappenduster; (umgangssprachlich emotional) pechschwarz; (umgangssprachlich emotional verstärkend) stockdunkel, stockduster
- bedrohlich, beklemmend, gespenstisch, grausig, gruselig, schauerlich, schaurig, unheimlich; (norddeutsch) glupsch
- anrüchig, berüchtigt, fragwürdig, nicht geheuer, rätselhaft, undurchsichtig, verdächtig, zweifelhaft, zwielichtig; (gehoben) dubios; (bildungssprachlich) obskur, ominös, sinister, suspekt; (umgangssprachlich abwertend) halbseiden
Aussprache
- Betonung:
- fịnster
Herkunft
- mittelhochdeutsch vinster, althochdeutsch finstar, wahrscheinlich dissimiliert aus gleichbedeutend mittelhochdeutsch dinster, althochdeutsch dinstar, verwandt mit ↑Dämmerung
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
[sehr] dunkel, ohne Licht
Beispiele
- ein finsterer Raum
- es wird schon finster (die Nacht bricht herein)
- <substantiviert>: im Finstern den Lichtschalter suchen
- <in übertragener Bedeutung>: das finstere (geistig unaufgeklärte) Mittelalter
- <in übertragener Bedeutung>: es waren finstere (trostlose, schlimme) Zeiten
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
im Finstern tappen (dunkel: in dieser Sache tappt die Polizei noch völlig im Finstern) -
dunkel, düster erscheinend und dadurch unheimlich
Beispiele
- eine finstere Gasse, Kneipe
- das Gebäude wirkt finster
-
anrüchig, zwielichtig
Beispiel
eine finstere Gestalt begegnete ihnen -
verdüstert, unfreundlich, feindselig wirkend
Beispiel
eine finstere Miene

