Satzbau nach „weil“

Mit der Konjunktion weil scheint in letzter Zeit manch einer auf dem Kriegsfuß zu stehen. Mehr dazu in unserem Artikel.

Ich kann morgen nicht zum Stammtisch kommen, weil mein Schwager feiert Geburtstag. Sie hat das Buch umgetauscht, weil sie hatte es schon. Derartige Satzkonstruktionen hört und liest man in der Umgangssprache in letzter Zeit immer häufiger. Bei der Konjunktion weil handelt es sich um eine unterordnende Konjunktion, mit der Nebensätze eingeleitet werden. Wie bei allen Bindewörtern dieser Art steht also standardsprachlich das Verb grundsätzlich am Ende: Ich werde heute Abend sehr früh schlafen gehen, weil ich morgen einen anstrengenden Tag vor mir habe. In der gesprochenen Sprache wird weil oft wie eine nebenordnende Konjunktion gebraucht, der Satzbau folgt dem Hauptsatzschema Subjekt – Prädikat – Objekt. Standardsprachlich gelten diese Satzkonstruktionen allerdings als nicht korrekt, also nicht: *Sie hat das Buch umgetauscht, weil sie hatte es schon, sondern: Sie hat das Buch umgetauscht, weil sie es schon hatte.

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Subjekt im Singular, Verb im Plural?

Ein Kilogramm Kartoffeln wird geschält. Oder werden ein Kilogramm Kartoffeln geschält? Darum geht es in diesem Artikel. Entnommen ist der Text unserem Band Ja wie denn nun? Sprachliche Zweifelsfälle und ihre Lösung.

Konjunktiv I oder II?

Hätte, würde, könnte – in diesem Artikel erklären wir kompakt anhand von Beispielen, wann der Konjunktiv I und wann der Konkjunktiv II zu gebrauchen ist. Außerdem verraten wir Ihnen, was es mit „Potenzialis“ und „Irrealis“ auf sich hat. Entnommen ist der Text unserem Titel Ja wie denn nun? Sprachliche Zweifelsfälle und ihre Lösung.