kaum

Wortart INFO
Adverb
Häufigkeit INFO
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Rechtschreibung

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Worttrennung
kaum
Beispiele
das ist kaum glaublich; er war kaum hinausgegangen, da kam …; kaum[,] dass D 127

Bedeutungen (3)

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    1. fast gar nicht
      Beispiele
      • ich habe kaum geschlafen
      • ich kenne sie kaum
      • das spielt kaum [noch] eine Rolle
      • es war kaum jemand (fast niemand) da
      • sie ist kaum älter als ich
      • die Mauer ist kaum (nicht einmal ganz) drei Meter hoch
    2. nur mit Mühe; unter Anstrengungen
      Beispiele
      • das ist kaum zu glauben
      • sie konnten es kaum erwarten
      • ich bin mit der Arbeit kaum fertig geworden
    3. vermutlich nicht, wohl nicht
      Beispiele
      • sie wird jetzt kaum noch kommen
      • „Glaubst du, dass er diesem Vorschlag zustimmt?“ – „[Wohl] kaum“
      • ohne sie hätten wir den Weg [wohl] kaum gefunden
  1. gerade [erst]; in dem Augenblick [als]
    Beispiele
    • sie war kaum aus der Tür, als das Telefon klingelte
    • er war kaum gekommen, da wollte er schon wieder gehen
    • kaum hatte sie Platz genommen, da bestürmte man sie mit Fragen
    1. nicht lange nachdem
      Gebrauch
      veraltend
      Grammatik
      in Verbindung mit „dass“
      Beispiele
      • kaum dass die Mutter aus dem Haus war, begannen die Kinder zu streiten
      • der Regen war, kaum dass er angefangen hatte, auch schon wieder vorüber
    2. mit knapper Mühe noch; gerade noch
      Gebrauch
      veraltend
      Grammatik
      in Verbindung mit „dass“
      Beispiel
      • ich habe alle Namen vergessen, kaum dass ich mich [noch] an die Landschaft erinnere

Synonyme zu kaum

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  • fast gar nicht, in geringem Maße, knapp, mehr schlecht als recht, schlecht, wenig
  • mit Hängen und Würgen, mit Mühe, mit Müh und Not, mühsam; (umgangssprachlich) mit Ach und Krach
  • eher nicht, schlecht, schwerlich, vermutlich nicht, wahrscheinlich nicht, wohl nicht
  • eben, gerade [erst], in dem Augenblick [als], soeben; (scherzhaft, sonst veraltend) just, justament

Herkunft

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mittelhochdeutsch kūm(e), althochdeutsch kūmo, zu: kūma = (Weh)klage, kūmig = schwach, gebrechlich (eigentlich = kläglich, jämmerlich), ursprünglich lautmalend

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  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Aussprache

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Betonung
kaum
Lautschrift
🔉[kaʊ̯m]

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