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Gaul, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Gebrauch: besonders mitteldeutsch, süddeutsch, sonst veraltend oder abwertend
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Gaul

Bedeutungsübersicht

Pferd

Beispiele

  • ein alter Gaul
  • der Gaul wiehert

Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

  • jemandem zureden wie einem lahmen Gaul (umgangssprachlich: jemandem auf eindringliche Weise gut zureden; wie man es bei einem lahmen Pferd tut, damit es wieder weitergeht)
  • jemandem geht der Gaul durch (Pferd)
  • den Gaul beim Schwanz aufzäumen (Pferd)
  • einem geschenkten Gaul schaut/sieht man nicht ins Maul (mit einem Geschenk soll man, so wie es ist, zufrieden sein; Alter und Wert eines Pferdes stellt der Käufer dadurch fest, dass er ihm ins Maul sieht und den Zustand seines Gebisses prüft)

Synonyme zu Gaul

[schlechtes] Pferd; (abwertend) Klepper, Schinder, Schindmähre; (bildungssprachlich scherzhaft) Rosinante; (landschaftlich, besonders berlinisch) Zossen; (veraltend) Mähre

Aussprache

Betonung: Gaul🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch gūl = Pferd; männliches Tier, besonders Eber; Ungetüm, Herkunft ungeklärt

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Gauldie Gäule
Genitivdes Gaules, Gaulsder Gäule
Dativdem Gaulden Gäulen
Akkusativden Gauldie Gäule

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