schnappen
Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- schnap|pen
Bedeutungen
Synonyme zu schnappen
- [zu]beißen; (landschaftlich) knappen
- an sich nehmen/reißen, ergreifen, festhalten, greifen, [mit]nehmen, packen, raffen, zugreifen, zusammenraffen; (umgangssprachlich) grapschen, hinlangen
- sich aneignen, sich beschaffen, Besitz ergreifen, sich besorgen, sich einverleiben, erbeuten, [sich] holen, in Besitz nehmen/bringen, sich vergreifen, sich zu eigen machen; (umgangssprachlich) absahnen, an sich bringen, einheimsen, einkassieren, einsacken, in die eigene Tasche stecken, kassieren; (umgangssprachlich, oft abwertend) einstecken, einstreichen; (salopp) abstauben, kaschen, sich unter den Nagel reißen/ritzen; (familiär) mopsen
- abgreifen, aufgreifen, einfangen, ergreifen, erhaschen, erwischen, fangen, fassen, festnehmen, gefangen nehmen, packen, verhaften, zu fassen bekommen; (umgangssprachlich) am Schlafittchen fassen/nehmen/packen, beim Schlafittchen fassen/nehmen/packen, beim Wickel kriegen, grapschen, kriegen; (salopp) hoppnehmen, kaschen
Aussprache
- Betonung:
- schnạppen
Herkunft
- mittelhochdeutsch (mitteldeutsch) mittelniederdeutsch snappen, Intensivbildung zu mittelhochdeutsch snaben = schnappen, schnauben, ursprünglich laut- und bewegungsnachahmend für klappende Kiefer
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
-
mit dem Maul, den Zähnen, dem Schnabel in rascher Bewegung zu fassen suchen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Beispiele
- der Hund hat nach der Wurst, nach mir geschnappt
- das Tier schnappte wild um sich
- <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) nach Luft schnappen (mit offenem Mund rasch und mühsam atmen, nach Atem ringen)
-
mit dem Maul, den Zähnen, dem Schnabel in rascher Bewegung fassen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Beispiele
- der Hund schnappte die Wurst
- <in übertragener Bedeutung>: lass uns noch ein wenig frische Luft schnappen (ins Freie gehen, um an der Luft zu sein)
-
mit dem Maul, den Zähnen, dem Schnabel in rascher Bewegung zu fassen suchen
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-
schnell ergreifen, mit raschem Zugriff festhalten [und mitnehmen, für sich behalten]
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiele
- sich schnell ein Brötchen schnappen
- sie schnappte ihre Mappe und rannte die Treppe runter
- den werde ich mir noch schnappen!
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
etwas geschnappt haben (umgangssprachlich; etwas begriffen, verstanden haben: hast du das [endlich] geschnappt?) -
zu fassen bekommen, ergreifen und festnehmen, gefangen nehmen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
die Polizei hat den Dieb geschnappt
-
schnell ergreifen, mit raschem Zugriff festhalten [und mitnehmen, für sich behalten]
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-
eine schnellende, oft mit einem klappenden, leise knallenden Geräusch verbundene Bewegung irgendwohin ausführen
Grammatik
- Perfektbildung mit »ist«
Beispiel
der Riegel ist ins Schloss geschnappt -
ein durch eine rasche, schnellende Bewegung entstehendes klappendes, leise knallendes Geräusch hervorbringen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Beispiel
er hörte die Schere nur ein paarmal schnappen, und die Haare waren abWendungen, Redensarten, Sprichwörter
es hat [bei jemandem] geschnappt (1. umgangssprachlich; jemandes Geduld ist zu Ende. 2. umgangssprachlich; jemand hat sich plötzlich verliebt: bei den beiden hat es geschnappt. 3. salopp; eine Frau ist schwanger geworden: bei ihr hat es geschnappt.)
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eine schnellende, oft mit einem klappenden, leise knallenden Geräusch verbundene Bewegung irgendwohin ausführen

