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Wann muss der Binde­­strich ge­braucht werden?

In diesem Artikel geht es darum, wann ein Bindestrich im Wortinneren obligatorisch ist, also gebraucht werden muss.

Um die einzelnen Bestandteile von Zusammensetzungen (Komposita) miteinander zu verbinden, wird der Bindestrich bereits im Frühneuhochdeutschen ca. ab dem 16./17. Jahrhundert verwendet. Zuvor wurden Komposita schlicht zusammengeschrieben, es kamen aber auch Getrenntschreibung (z. B. Puls adern) oder Binnengroßschreibung (z. B. LandGraff) vor.

Heutzutage hat der Bindestrich zwar auch noch die Funktion, Wörter miteinander zu verbinden, häufig wird er aber auch dazu benutzt, Komposita, die man eigentlich zusammenschreiben könnte, zu unterteilen. Dadurch rücken die einzelnen Elemente wieder ein bisschen weiter voneinander weg. Aber wann muss der Bindestrich stehen?

Kein Weg führt in den Fällen an ihm vorbei, in denen in der Zusammensetzung ein einzelner Buchstabe, Ziffern oder eine Abkürzung vorkommen, wie z. B.: C-Dur, 4-Zylinder, km-Stand. Ebenfalls gesetzt werden muss er, wenn vor dem Grundwort einer Zusammensetzung mehrere Wörter stehen, die zusammen das Erstglied bilden. Man spricht dann von einer Aneinanderreihung. Die Klassiker sind hier, neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis, Namen von Institutionen oder Straßen, wie z. B. Herz-Jesu-Kirche oder Albrecht-Dürer-Straße. Auch substantivierte Infinitive mit mehr als zwei Bestandteilen müssen mit einem Bindestrich verbunden werden: das Mit-der-Faust-auf-den-Tisch-Hauen.

Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, waren alle bisherigen Beispiele Substantive. Doch auch Adjektive fordern manchmal einen Bindestrich, und zwar, wenn zwei gleichrangige (häufig längere) Adjektive zu einem Begriff verbunden werden sollen: agil-besonnen, mathematisch-naturwissenschaftlich.

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