Sprachwissen zum Nachhören

Noch Fragen?

Von Konstanz bis Cuxhaven

Die Entwicklung von Cöln und seinen vielen Vorstufen zu Köln haben wir bereits nachgezeichnet. Aber wie steht es um Konstanz und Co.?

Entwicklungen vom lateinischen C zum deutschen K finden sich bei Städtenamen zuhauf.  Allerdings hat sich das K unterschiedlich früh durchgesetzt und hin und wieder auch mal zu C zurückentwickelt: So wurde aus lateinisch civitas Constantia (700 n. Chr.) – um nur einige Beispiele zu nennen – über Constantiae (980), Constancia civitas (1237), Costinze und Chostanze (1251), Konstanz (1274), Kostenz (1290), Costentz (1300), Kostnitz (1353), Constantz (1475), Costantz (1579) schließlich Konstanz.

Koblenz

Aus lateinisch [apud] confluentes – „[bei] den zusammenfließenden“ [Flüssen Rhein und Mosel] (2. bis 4. Jh. n. Chr.) wurde über in confluente castello (842), Couelenze (1301), Covelentz (1430), Coblentz (1526, aber auch schon 1331) schließlich Coblenz und erst nach 1926 Koblenz. (Auch der Name des Schweizer Ortes Koblenz an Aare und Rhein geht auf confluere zurück.) Beim lateinischen C geblieben ist Corvey (wahrscheinlich zum gallisch-lateinischen Personennamen Corbus – „Rabe“).

Kleve und Co.

Sehr viele Schreibungen mit C haben allerdings gar nichts mit einem lateinischen Ursprung des Namens zu tun. So bezeichnet etwa Cleve/Kleve (erst ab 1935 Kleve geschrieben), über Clive (1143) und Cleve (1092), ursprünglich den Steilhang des heimischen Burghügels nach mittelniederdeutsch klef, klif (Klippe). Ebenfalls ohne lateinischen Ursprung: Calw, Celle, Chemnitz (sorbisch), Cloppenburg, Cottbus (sorbisch), Crailsheim, Cuxhaven.

Kassel

Manchmal ist der Ursprung auch etwas „Halblateinisches“: So geht der Städtename Kassel auf die fränkische Entlehnung castella, cassela (Befestigung) des lateinischen castellum zurück und wurde bis 1926 amtlich Cassel geschrieben.

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„Blamable Auftritte, heikle Fragen“ – der Wegfall des „e“ in der Adjektivflexion

e oder nicht e – das ist hier die Frage. Etwas genauer: Wann darf ich bei der Adjektivflexion ein e einsparen und wann nicht? Die Antwort erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Name der Stadt Köln

Am Heimweh, sagt man, trage ja der Rheinländer besonders schwer – so schwer, dass etwa der Kölner (glaubt man dem Lied von Willi Ostermann) sogar bereit sei, von wo auch immer „zo Fooss noh Kölle ze jonn“. Oder doch nach Cölle oder nach Cölln oder nach Cöln oder nach Cöllen?

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