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Kommasetzung bei „ja“

Ein Ja ist ja nicht immer dasselbe Ja. Das heißt: Es gibt ganz verschiedene Jas, was sich auch in der Kommasetzung bei ja bzw. Ja niederschlägt. Lesen Sie mehr in diesem Artikel.

Nicht selten wird das Ja bzw. das Nein in Antworten noch ergänzt und dann ist ein Komma zu setzen: Hat er sein Studium schon abgeschlossen? Ja, dieses Jahr. Geht da noch was? Nein, bestimmt nicht. Das gilt natürlich nicht, wenn die Ergänzung durch und, oder etc. mit dem Ja bzw. Nein verbunden ist: Kann man die Raumkrümmung auch quantentheoretisch erklären? Nein oder besser eher jein. Auch wenn ja und nein nachgestellt sind, setzt man davor ein Komma: Ich vermute, ja/nein.

Wird ja nicht als Antwort verwendet, gibt es folgende Regeln.

Man setzt ein Komma:

  • Der auf ja folgende Ausdruck stellt eine Steigerung dar: Mir geht es gut, ja geradezu ausgezeichnet.
  • Ja tritt in einem kurzen betonten Ausruf auf: Na ja, dann wollen wir das mal durchgehen lassen. Ach ja, der grüßt nie.
  • Ja leitet einen Satz ein, in dem im Sinne von allerdings Bezug auf vorangegangene Aussagen oder Gedanken genommen wird: Ja, das war noch Fußball!

In diesen Fällen wird jedoch kein Komma gesetzt:

  • Ja drückt eine (freudige) Bekräftigung aus: Ja klar! Aber ja doch!
  • Es weist auf etwas Bekanntes hin (im Sinne von bekanntlich): Der Kapitalismus hat ja gewonnen – bisher.
  • Es drückt Erstaunen (auch ironisch) aus: Oje, das ist ja Glatteis! Das ist ja eine schöne Bescherung!
  • Es wird als Ausdruck dringender Mahnung (Drohung) verwendet: Trenn ja den Müll ordentlich! Lasst das ja sein!

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