Anführungszeichen in Kombination mit anderen Satzzeichen

Anführungszeichen kommen selten allein. Doch wie setzt man die „Gänsefüßchen“ richtig, wenn sie auf andere Satzzeichen treffen?

Gehören Punkt, Fragezeichen oder Ausrufezeichen selbst zum angeführten Textteil, der einem Doppelpunkt folgt, stehen sie grundsätzlich vor dem schließenden Anführungszeichen: Der Ministerpräsident betonte: „Dies ist ausschließlich Ländersache!“ Der Diskussionsleiter wollte dann wissen: „Wie haben Sie die Quarantäne im fremden Land empfunden?“ Der Befragte erwiderte: „Man hat uns gut betreut.“
Ein Aussagesatz vor dem Komma zwischen wörtlich wiedergegebenem Text und übergeordnetem Satz verliert seinen Schlusspunkt: „Wir wissen noch nicht, welche Langzeitfolgen sich aus einer Ansteckung ergeben“, sagte der Virologe. Ein Frage- oder Ausrufezeichen bleibt in solch einem Fall jedoch erhalten: „Sollen wir eine Pause machen?“, fragte er. „Ich kann nicht mehr!“, jammerte sie.
Gehören Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen zum übergeordneten Satz, stehen sie nach den schließenden Anführungszeichen: Von Thomas Mann habe ich die „Buddenbrooks“ gelesen und den „Zauberberg“. Ist das ein Zitat aus „Faust“?
Gelegentlich ergibt sich so die Situation, dass sowohl der angeführte Text als auch der Begleitsatz mit Frage- oder Ausrufezeichen zu versehen sind: Lass doch dein ewiges „Das kann ich nicht!“! Schaust du auch immer „Wer wird Millionär?“?

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Wohin kommen die Anführungszeichen?

Hier beschäftigen wir uns mit den drei häufigsten Fällen, in denen Anführungszeichen gesetzt werden.

Das Komma vor „wie“ und „als“

In welchen Fällen setzt man ein Komma vor ein vergleichendes wie bzw. als und in welchen Fällen nicht? Und wie sieht es aus, wenn vor wie bzw. als ein Nebensatz eingeschoben ist?