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Kamm, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Kamm

Bedeutungsübersicht

  1. mit Zinken versehenes, handliches Gerät zum Glätten und Ordnen, auch zum Feststecken des Haars
    1. roter, gezackter fleischiger Auswuchs, Hautlappen auf dem Kopf von Hühnervögeln
    2. (Zoologie) gezackte Auffaltung der Rückenhaut, hochstehende Horn- oder Knochenbildungen auf dem Rücken von Amphibien und Reptilien
    1. Nackenstück von Schlachtvieh
    2. oberer, die Mähne tragender Teil des Pferdehalses
    3. (Jägersprache) Nacken und vorderer Rücken mit den langen Borsten des Schwarzwildes
    1. oberster (meist dachartig abfallender) Teil einer lang gestreckten Erhebung einer Reihe von Hügeln oder Felsen
    2. oberster Teil einer Welle; Wellenkamm
  2. (Weberei) Kurzform für: Weberkamm
  3. (Textilindustrie) einem Kamm ähnliche Vorrichtung an der Kämmmaschine
  4. (Bauwesen) Querverbindung ungleich hoch liegender Hölzer
  5. (Winzersprache) Fruchtstand einer Weintraube nach der Entfernung der Beeren

Synonyme zu Kamm

Aussprache

Betonung: Kạmm
Lautschrift: [kam] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch kam(p), althochdeutsch kamb, eigentlich = (Gesamtheit der) Zähne

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Kammdie Kämme
Genitivdes Kammes, Kammsder Kämme
Dativdem Kammden Kämmen
Akkusativden Kammdie Kämme

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Kamm
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    mit Zinken versehenes, handliches Gerät zum Glätten und Ordnen, auch zum Feststecken des Haars

    Beispiele

    • Kamm und Bürste
    • ein Kamm aus Horn, Zelluloid
    • sich einen Kamm ins Haar, in die Seitentasche der Hose stecken
    • mit dem Kamm einen Scheitel ziehen
    • auf dem Kamm blasen (auf dem mit Pergamentpapier belegten Kamm blasend Töne hervorbringen)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    alle[s] über einen Kamm scheren (alle[s] gleich behandeln und dabei wichtige Unterschiede nicht beachten; wohl nach der Gewohnheit früherer Bader, für alle Kunden denselben Kamm zu benutzen)
    1. Kamm
      © MEV Verlag, Augsburg
      roter, gezackter fleischiger Auswuchs, Hautlappen auf dem Kopf von Hühnervögeln

      Beispiel

      der Hahn hat einen roten Kamm

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      jemandem schwillt der Kamm (umgangssprachlich: 1. jemand wird übermütig. 2. jemand gerät in Zorn.; nach dem Bild des beim Balzen und bei Erregungszuständen schwellenden Kammes beim Hahn und beim männlichen Tier verschiedener Vögel)
    2. Kamm - Echse mit Kamm auf dem Rücken
      Echse mit Kamm auf dem Rücken - © Dr. R. König, Preetz
      gezackte Auffaltung der Rückenhaut, hochstehende Horn- oder Knochenbildungen auf dem Rücken von Amphibien und Reptilien

      Gebrauch

      Zoologie

    1. Nackenstück von Schlachtvieh
    2. oberer, die Mähne tragender Teil des Pferdehalses
    3. Nacken und vorderer Rücken mit den langen Borsten des Schwarzwildes

      Gebrauch

      Jägersprache

    1. oberster (meist dachartig abfallender) Teil einer lang gestreckten Erhebung einer Reihe von Hügeln oder Felsen

      Beispiel

      auf dem Kamm entlanggehen
    2. oberster Teil einer Welle; Wellenkamm
  2. Kurzform für: Weberkamm

    Gebrauch

    Weberei

  3. einem Kamm (1) ähnliche Vorrichtung an der Kämmmaschine

    Gebrauch

    Textilindustrie

  4. Querverbindung ungleich hoch liegender Hölzer

    Gebrauch

    Bauwesen

  5. Fruchtstand einer Weintraube nach der Entfernung der Beeren

    Gebrauch

    Winzersprache

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